Kinderbetreuung: Zeilsheim kann auf Zentrum Blauländchenstraße nicht verzichten

CDU: Pläne des Stadtschulamtes sind Zumutung für Zeilsheimer Eltern und Kinder

Frankfurt am Main, 13. August 2012 - Auf dem Programm der traditionellen Ortsbegehung der CDU-Zeilsheim stand in diesem Jahr die Besichtigung der Gebäude auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) und der Einrichtung für die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) in der Blauländchenstraße sowie die Frage, wo in Zeilsheim neue Kinderbetreuungs­plätze geschaffen werden können.

 
CDU-Vorsitzender und Landtagsabgeordneter Alfons Gerling konnte als Teilnehmer die Stadtverordneten Sabine Fischer und Uwe Serke, die Ortsbeiräte Bernd Bauschmann und Markus Wagner sowie die Zeilsheimer Stadtbezirksvorsteher Angelika Ochs und Dr. Walter Piroth begrüßen. Auch die Mitglieder der Elterninitiativen, die sich für eine verbesserte Versorgung an Kinderbetreuungsplätzen in Zeilsheim einsetzen, sowie zahlreiche weitere interessierte Zeilsheimer Bürgerinnen und Bürger schlossen sich der Ortsbegehung an.
 

Zur Begrüßung wies Gerling darauf hin, dass Zeilsheim einer der am schlechtesten mit Kinderbetreuungsplätzen versorgten Stadtteile in Frankfurt sei. „In Zeilsheim haben sich gerade in den letzten Jahren viele Familien mit kleinen Kindern angesiedelt. Es fehlen aber rund 300 Kita- und U-3-Betreuungsplätze sowie Plätze für die schulische Betreuung“, betonte Gerling. „Nun gibt es durch den bevorstehenden Umzug der IGS-West aus Zeilsheim nach Höchst die Möglichkeit, mit den frei werdenden Räumlichkeiten die Betreuungssituation in Zeilheim zu verbessern. Ungeachtet dessen werden Räume für die Kinder- und Jugendarbeit dringend benötigt.“
 

Erste Station der Ortsbegehung war der Altbau der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS), in dem derzeit die IGS-West untergebracht ist. Nach deren Auszug, muss das Gebäude jedoch zunächst umfassend saniert werden, bevor die Grundschule der KKS dort einziehen kann. Die Elternbeirätin und Leiterin der Elterninitiative der Käthe-Kollwitz-Schule, Anna Hartmann, zeigte sich enttäuscht, dass es bisher von Seiten der Stadt weder ein Budget noch ein Planung für die Renovierung gebe, so dass zu befürchten sei, dass nur die notwendigsten Maßnahmen durchgeführt werden können. „Der Altbau benötigt eine Sanierung hinsichtlich Brandschutz und Schallschutz, eine Renovierung der Klassenräume und Flure sowie eine energetische Sanierung. Zudem müsste eine Toilettenanlage im Gebäude installiert werden, da die Toiletten derzeit nur über den Hof erreichbar sind. Bisher haben wir allerdings nur für die Brandschutzmaßnahmen eine Zusage“, sagte Hartmann.
 

Nächste Station der Ortsbegehung war der so genannte IPI-Bau auf dem Schulgelände der KKS, in dem die Grundschule untergebracht ist und in den nach deren Auszug die Erweiterte Schulische Betreung (ESB) umziehen soll. Die Elterninitiativen wehren sich aber dagegen, dass für die ESB nur das Untergeschoss vorgesehen ist, während im Obergeschoss eine Kita mit 40 Plätzen eingerichtet werden soll. Dies hätte nicht nur zur Folge, dass die ESB ihre Plätze trotz steigenden Bedarfs von 80 auf 60 reduzieren müsste, sondern der IPI-Bau wäre auch baulich für beide Einrichtungen unzweckmäßig und müsste aufwändig umgestaltet werden. Ein wegen der Renovierungsarbeiten möglichen zwischenzeitlichen Umzug der schulischen Betreuung für einen längeren Zeitraunm in Containeranlagen auf dem Schulhof wurde einhellig abgelehnt. Der Leiter der ESB-Einrichtung, Harald Kessler, betonte, es dürfe nicht immer weiter mit Zwischen- und Notlösungen gearbeitet werden, zumal in den Containern das pädagigische Konzept der Betreuung nicht durchführbar wäre. Gerling ergänzte, dass die Container, die ohnehin nur als Provisorium gedacht waren, schnellst möglich wieder abgebaut werden sollten.
 

Nach Ansicht der Elterninitiativen und der CDU wäre es am besten, wenn der gesamte IPI-Bau für die ESB – auch in Hinblick auf eine mögliche Umformung der KKS zu einer Ganztagsschule – und das gesamte Gebäude Blauländchenstraße für eine Kita genutzt werden könnte. „Die Liegenschaft Blauländchenstraße mit ihrem großzügigen Außengelände wäre hervorragend für die Einrichtung einer Kita mit U-3- und Kindergartenplätzen geeignet, zumal dort schon früher der Kindergarten der evangelischen Kirchengemeinde untergebracht war, sagte Ortsbeirat Bauschmann.
 

Diese für Zeilsheim günstige Lösung werde aber verhindert, wenn – wie es das Stadtschulamt plant – die Euckenschule aus Unterliederbach in das Gebäude Blauländchenstraße umziehen würde. „Zeilsheim braucht das Gebäude in der Blauländchenstraße nach dem Auszug der ESB unbedingt für eine Kinderbetreuungseinrichtung. Das Stadtschulamt sollte sich nicht über die berechtigten Interessen der Zeilsheimer hinwegsetzen und für die Euckenschule mit ihren 40 Schülern, die aus den gesamten westlichen Stadtteilen stammen, einen anderen, zentraleren Standort im Frankfurter Westen zu suchen“, betonten Gerling und Bauschmann. Dies sei besonders wichtig, da sich keine andere schnelle Lösung zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen in Zeilsheim anbiete. Die Errichtung einer neuen Kita im Bereich der unbebauten Klosterhofstraße sei nur sehr längerfristig machbar, da dort zunächst planungsrechtliche Fragen u.a. wegen der Zufahrt zum Grundstück geklärt werden müssen.
 

„Die Pläne des Stadtschulamtes sind unüberlegt und eine Zumutung für die Zeilsheimer Eltern und Kinder. Die CDU-Zeilhsheim wird sich mit Nachdruck dagegen wehren, dass die Zeilsheimer Interessen einfach übergangen werden“, sagte Gerling abschließend.

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