Tempo 30: Junge Union Frankfurt will zunächst Auswertung abwarten

Schäfer: Keine vorschnelle Ausweisung weiterer Tempo-30-Zonen

Martin-Benedikt Schäfer, Vorsitzender der JU Frankfurt
Martin-Benedikt Schäfer, Vorsitzender der JU Frankfurt
Frankfurt am Main, 10. August 2015 - Die Junge Union Frankfurt empfiehlt dringend davon abzusehen weitere Straßen schon jetzt während der Nacht in Tempo-30-Zonen umzuwidmen, vielmehr sollte die Auswertung der Ergebnisse der bisherigen Pilotprojekte abgewartet werden, um keine vorschnellen Entschlüsse zu fassen.

„Das Verkehrsdezernat sollte zunächst einmal in aller Ruhe und gegebener Sorgfalt die Ergebnisse der bisherigen Tempo-30-Versuche in der Nacht auswerten und daraus die richtigen Schlüsse ziehen. Schon jetzt weitere Straßen auszuweisen, die nachts nur noch mit 30 Stundenkilometer befahren werden dürfen ist nicht zielführend“, so der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt am Main, Martin-Benedikt Schäfer.

 
Die jungen Christdemokraten sehen erneut eine Debatte aufziehen, die der Verkehrspolitik einer Großstadt wie Frankfurt nicht gerecht wird. Die Ressourcen im Verkehrsdezernat und den anschließenden Ämtern, würden dringend für die Auswertung der Projektergebnisse benötigt. „Es ist vollkommen falsch und schlichtweg Quatsch nun schon die nächsten Straßen zu benennen und möglicherweise auszuweisen, auf denen nachts nur noch 30 gefahren werden darf. Das ist die Fortsetzung einer verkehrspolitischen Ideologie seitens der Grünen, die nicht auf Tatsachen, sondern auf Emotionen und Weltbildern fußt“, wird Schäfer deutlich. Er fordert die Verantwortlichen auf sich der Chronologie der Abläufe unterzuordnen. „Pilotprojekt gestartet, Ergebnisse erhalten, Ergebnisse auswerten, Analyse kritisch hinterfragen, Schlüsse daraus ziehen. Das wäre die richtige Reihenfolge. Die Grünen wollen jedoch den letzten Schritt vor zuvor angelegten Schritten tun. Das ist nicht förderlich“, erklärt Schäfer.
 
Die Junge Union in Frankfurt fordert eine weitsichtige und sachorientierte Verkehrspolitik. „Die Grünen hätten am liebsten eine autofreie Stadt. Mit ihren Maßnahmen versuchen sie den Individualverkehr immer weiter zurückzudrängen. Dies geht jedoch an der Lebenswirklichkeit vieler Frankfurter vollkommen vorbei. Wir fordern eine Verkehrspolitik, die nicht einseitig zu Lasten einzelner Verkehrsteilnehmer ausfällt, sondern alle Verkehrsmittel und Teilnehmer miteinander in Einklang bringt“, formuliert Schäfer die verkehrspolitischen Grundsätze der Jungen Union.
 
„Wenn man Ergebnisauswertungen nicht mehr abwartet, braucht man zukünftig auch keine Projekte mehr zu starten, denn diese machen so keinen Sinn mehr. Liebe Grüne, erst einmal die Hausaufgaben machen, bevor es an neue Arbeiten geht“, so Schäfer abschließend.

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