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14.02.2018, 15:40 Uhr | Übersicht | Drucken
Weyland: „ÖPNV zum Nulltarif ist so schnell nicht machbar“

Frankfurt am Main, 14. Februar 2018. Mit großer Skepsis hat die Kandidatin der CDU für das Amt der Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Bernadette Weyland, auf die Idee der Bundesregierung reagiert, den ÖPNV als kostenlose Leistung anzubieten.


CDU-Oberbürgermeisterkandidatin Dr. Bernadette Weyland
 
„Der Rhein-Main-Verkehrsverbund müsste auf rund 900 Millionen Euro Einnahmen pro Jahr verzichten“, erklärte Weyland. Zudem würde es viele Jahre dauern, bis das öffentliche Nahverkehrssystem in Frankfurt so ausgebaut sei, dass es einen sprunghaft steigenden Andrang durch neue Fahrgäste in annehmbarer Qualität aufnehmen könne. „ÖPNV zum Nulltarif ist so schnell nicht machbar“, so Weylands Fazit.
 
Der soziale Aspekt der Fahrkosten sei ein wichtiger Punkt, aber nicht der einzige, erklärte die Oberbürgermeister-Kandidatin der CDU. „Das strahlenförmig auf Frankfurt ausgerichtete ÖPNV-Netz entspricht nicht mehr den Anforderungen der heutigen Mobilitätsnachfrage.“ Ein kostenloser Personennahverkehr würde einerseits auf den vorhandenen Strecken in die Stadt hinein zu einer chaotischen Überlastung führen, andererseits die Nachfrage auf den derzeit im Vergleich zum Individualverkehr unattraktiven Verbindungen nicht steigern.
 
„Gegenwärtig findet keine Fortentwicklung statt, sondern lediglich eine Mängelverwaltung“, sagte Weyland. Dabei sei die Region FrankfurtRheinMain die Pendlermetropole Deutschlands. „Wir benötigen dringend die zügige Realisierung von Projekten wie der Regionaltangente West oder der Nordmainischen S-Bahn.“ 
 
Soziale Aspekte, die Verbesserung der Luft und die Lebensqualität in den Städten insgesamt müsse entlang den gegebenen Möglichkeiten gestaltet werden. Das sei nicht mit einem Federstreich zu haben, erklärte Weyland. „Wir brauchen ein durchdachtes und an den Ballungsraum RheinMain angepasstes und zusammenhängendes Gesamtkonzept, das darauf abzielt, ein funktionierendes Verkehrssystem zu erhalten und auszubauen.“ 
 
Dies müsse die Erarbeitung eines regionalen Park+Ride-Konzepts, die umgehende Realisierung der geplanten Fahrradschnellverbindungen aus allen Richtungen und eine grundlegende Modernisierung der ÖPNV-Infrastruktur beinhalten, um einen höheren Takt auf den Linien anzubieten, so Weyland.

„Das im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehene Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz muss für die zukünftigen Verkehrsprojekte in Frankfurt und in der Region umgehend auf den Weg gebracht werden, damit die Planungszeit verkürzt wird“, ergänzte Frank Nagel, Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der CDU Frankfurt am Main. „Großbauprojekte müssen viel schneller umgesetzt werden können. Das Missverhältnis zwischen Planungs- und Bauzeit muss wieder in Einklang gebracht werden.“
 
Verkehrsexperten und Vertreter der Kommunen reagierten mit einer Mischung aus Ungläubigkeit und Kritik auf den Vorstoß der Bundesregierung. 
 


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