CDU: Überplanung des Oederwegs verdient mehr gestalterisches Engagement

Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr der Frankfurter CDU
Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr der Frankfurter CDU
Frankfurt am Main, 20. Januar 2021 - Die Ideen für eine Verbesserung der Verkehrssituation und Aufenthaltsqualität auf dem Oederweg sind noch nicht ausgereift.

Das ist der Tenor aus der CDU-Fraktion des Ortsbeirates 3 und dem Fachausschuss Verkehr der Frankfurter CDU. Die Pläne zum Oederweg im Nordend sehen eine Umgestaltung zu einer fahrradfreundlichen Nebenstraße ohne Kfz-Durchgangsverkehr vor. Grundlage dafür ist der Beschluss zur „Fahrradstadt Frankfurt“, der gemeinsamen von CDU, SPD und GRÜNEN im Jahr 2019 beschlossen wurde.

Nach intensivem Austausch mit Parteikollegen aus dem Ortsbeirat 3 geht Frank Nagel, Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der CDU Frankfurt, davon aus, dass es auf dem Oederweg im Nordend relativ viel Verkehr der Anwohner und mit Ziel gewerblicher Anlieger gibt. „Einen nennenswerten Durchgangsverkehr gibt es lediglich morgens. Dem kann man aber anders Herr werden als mit Durchfahrtssperren. Eine zeitliche Begrenzung der Durchfahrt beispielweise von 7.00 bis 10.00 Uhr könnte die Situation bereits deutlich entspannen“.

„Eine aussagekräftige Verkehrszählung muss her, die zwischen Anrainer- und Durchgangsverkehr unterscheidet“, fordert auch Claudia Ehrhardt, Fraktionsvorsitzende der CDU im Ortsbeirat 3: „Änderungen der Verkehrsführungen im Oeder Weg dürfen nicht zu Lasten der angrenzenden Straßen erfolgen denn eine Sperrung hätte Auswirkungen auf das gesamte, insbes. das westliche Nordend.“ Es gab bereits unterschiedliche Erhebungen zum KFZ-Aufkommen und auch zur Fahrrad-nutzung des Oeder Wegs, dabei wurden jedoch die durchfahrenden Verkehre nicht gezielt erhoben. Eine Erhöhung des Verkehrsaufkommens wurden dabei jedoch nicht festgestellt. Es gibt aber noch weitergehende Forderungen: Als wichtige Optionen für den Oeder Weg nennen Ehrhardt und Nagel insbesondere breitere Bürgersteige mit mehr Platz für die Fußgänger im unteren Oeder Weg mit seinen Einkaufsangeboten und mehr Begrünung durch z.B. Baumpflanzungen. Zusätzlich die Anlage eines großzügigeren Adlerflychtplatzes mit höherer Aufenthaltsqualität durch ansprechende Stadtmöbel und einer Erweiterung des Spielplatzes durch die Ausweisung einer Spielstraße in diesem Bereich, dies wurde im Ortsbeirat 3 auf Initiative der Christdemokraten bereits beschlossen. Wichtig sei auch eine entspannte Radverkehrsführung durch Schaffung eines sichtbaren Radstreifens. auf der Straße bei durchgängigem Tempo 30. Die Möglichkeit der Zufahrt zum Parkhaus in der „Querstraße“ über die Eschersheimer Landstraße wird seitens der CDU befürwortet.

Nagel weist darauf hin, dass es wichtig sei, bereits die ersten Schritte engagiert zu gestalten. Lösungen nach dem Motto „Autos raus, Fahrradwege rein, Flächen öffnen“ blieben oft unattraktiv und trostlos, daher solle man Projektflächen gleich mit Stadtmobiliar beleben und für Feeling sorgen. Dazu liegt seit 2000 eine von der CDU initiierte und im Ortsbeirat 3 verabschiedetet „Zielplanung Alleenstraße“ vor, die dem Rechnung trägt. Nagel fasst es so zusammen: „Auch wenn es am Anfang nur zahlreiche Bäume in Pflanzkübeln sind. Eine Fahrradrennstrecke wird der Funktion des Oeder Wegs und seinen Möglichkeiten nicht gerecht. Ziel für den Oeder Weg ist, Ort für lebendiges urbanes Miteinander, verschiedenartiges Nebeneinander bei gleichzeitigem entspanntem und entschleunigtem Verkehr. Diese Räume und Orte muss man aktiv gestalten und auch Geld in die Hand nehmen, dass sowohl aus dem Budgetansatz nach dem Radentscheid wie auch aus dem Investitionsprogramm „Schöneres Frankfurt“ zur Verfügung stehen.

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