Kochsiek/Fabricius: Noch mehr Regeln schaffen keine neuen Wohnungen!

CDU-Fraktion kritisiert Wohnungsbaupolitik der neuen Koalition

Dr. Albrecht Kochsiek, CDU-Stadtverordneter
Dr. Albrecht Kochsiek, CDU-Stadtverordneter
Frankfurt am Main, 16. Juni 2021 - Die CDU-Stadtverordneten Dr. Albrecht Kochsiek und Dr. Veronica Fabricius sehen in der geplanten Wohnungspolitik von Grünen, SPD, FDP und Volt eine große Enttäuschung für die vielen Menschen in Frankfurt auf Wohnungssuche.

„Der Koalitionsvertrag mit neuen Förderquoten und Bauauflagen liest sich wie ein Handbuch zur systematischen Verhinderung des Wohnungsbaus“, so Kochsiek. „Gut gemeint, aber sicherlich nicht gut gemacht“, findet auch Fabricius. Anfangs klinge alles noch sehr „idyllisch“: „Von jeder Wohnung soll die nächste größere Grünfläche maximal 500 Meter entfernt sein. Was geplant ist, lässt jedoch alle Träume des bezahlbaren Wohnens platzen“, so die Stadtverordnete.

Durch die Festlegung, im Außenbereich keine neuen Baugebiete zu planen, werde nicht nur zusätzliches Bauland fehlen, um den Wohnungsmarkt zu entlasten. „Die Veränderungen am Baulandbeschluss machen Frankfurt für Projektentwickler außerdem so unattraktiv, dass jeder Bauherr einen großen Bogen um die Stadt schlagen wird“, ist Kochsiek sicher. „Ohne die privaten Gelder entstehen aber nicht genug Wohnungen!“ Die geplanten Verschärfungen des Baulandbeschlusses gingen allein von Wunschdenken aus, nicht von der Realität. Schon jetzt sei die Zahl der genehmigten neuen Wohnungen Jahr für Jahr rückläufig. „Die Baukosten werden durch die Politik zusätzlich in die Höhe getrieben“, so Fabricius. Sie verweist auf die Vorgaben im Koalitionsvertrag, etwa die Holzbauweise, Photovoltaikzwang, teure Brauchwassersysteme und zusätzliche Unisextoiletten. „Ökologisch-soziale Musterquartiere helfen den vielen wohnungssuchenden Normalverdienern leider überhaupt nicht. Sie brauchen schnell bezahlbare Angebote“, betont die CDU-Politikerin.

Dass die Koalition aus dem Baulandbeschluss auch noch die 10%-Quote zur Förderung des Wohneigentums streicht, macht Fabricius fassungslos: „Junge Familien mit Eigentumswunsch können sich so kaum noch vor steigenden Mieten schützen und für das Alter vorsorgen. Sie werden ins Umland gedrängt.“ Angesichts der jüngsten Bilanz der Bauaufsicht fürchtet Kochsiek düstere Aussichten für Wohnungsuchende: „Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist 2020 gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent zurückgegangen – ein Alarmsignal für alle Wohnungssuchenden! Die Lage ist jetzt schon schlecht. Macht das neue Links-Bündnis aus seinen Worten Taten, wird es richtig teuer, in Frankfurt zu wohnen.“

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