CDU im OBR 9: Künstler-Wohnhaus soll Hinweis erhalten

Dr. Nils Kößler ist CDU-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat 9
Dr. Nils Kößler ist CDU-Fraktionsvorsitzender im Ortsbeirat 9
Frankfurt am Main, 01. Juni 2010 - Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) begrüßt die Ankündigung des Magistrats, eine Hinweistafel am früheren Wohnhaus von Willi Baumeister in Ginnheim anzubringen.

Baumeister, der zu den wichtigsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt, wohnte in dem Haus Fuchshohl 26 ab 1928. Damit folgt der Magistrat jetzt einem Vorschlag, den der zuständige Ortsbeirat auf Antrag der CDU bereits vor fünf Jahren auf den Weg gebracht hat. „Der Hinweis soll eine kurze Biografie des Künstlers enthalten und für Passanten gut erkennbar sein“, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende, Nils Kößler, auf den der Vorschlag zurückgeht. Die Idee hierfür kam Kößler in einer Ausstellung des Frankfurter Museums Giersch im Jahr 2005: Zum 50. Todestag von Baumeister (1889-1955) hatte ihm das Museum eine Retrospektive mit dem Schwerpunkt auf Baumeisters Frankfurter Jahren gewidmet, dem Zeitraum 1928 bis 1933. Baumeister wurde 1928 im Alter von 39 Jahren an die Städtische Kunstgewerbeschule in Frankfurt als Lehrer für Typographie und Werbegestaltung berufen. Damals konnte der in Stuttgart geborene Baumeister bereits auf eine zehnjährige, sehr erfolgreiche Tätigkeit als freischaffender und angewandter Künstler zurückblicken. Bis zu seiner Entlassung 1933 lehrte er in Frankfurt. Danach arbeitete er in einer Lackfarbenfabrik in Wuppertal. Werke von Baumeister waren 1937 in der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München vertreten. Ab 1946 war er Professor an der Kunstakademie in Stuttgart. Die Erinnerungstafel soll in den kommenden Wochen am früheren Wohnhaus von Willi Baumeister montiert werden, wie Kößler sagte. Das Haus steht im Eigentum der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt.

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