Gerling: Massive Geruchsbelästigung in Sindlingen konnte beseitigt werden – weitere Maßnahmen müssen folgen

Alfons Gerling MdL, Vorsitzender der CDU Zeilsheim und Senioren Union Hessen
Alfons Gerling MdL, Vorsitzender der CDU Zeilsheim und Senioren Union Hessen
Frankfurt am Main, 07. Juni 2010 - Wegen einer zunehmenden Geruchsbelästigung im Stadtteil Sindlingen hatten sich in den vergangenen Wochen mehrere Bürgerinnen und Bürger beim für den Frankfurter Westen direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten Alfons Gerling beschwert und um dessen Unterstützung gebeten.

Gerling hatte sich daraufhin an das Hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gewandt und eine Stellungnahme angefordert.
 
In der Antwort teilt das Ministerium mit, dass eine Störung bei einer im Industriepark liegenden Fermentierungsanlage die Ursache der etwa seit Ostern auftretenden massiven Geruchsbelästigung gewesen sei. Diese Geruchsbelästigung konnte nach einer Wartung der Anlage inzwischen vollständig beseitigt werden. Um einen Wiederholungsfall zu vermeiden, hat die Infraserv regelmäßige Kontrollproben im Reinigungsbetrieb sowie Inspektionen der Anlage angeordnet.
 
Andere Beschwerden über Geruchsbelästigungen, die gelegentlich bei Ostwindwetterlagen und hohen Temperaturen im Bereich der Straße „Am Lachgraben“ auftreten, sind nach Auskunft von Infraserv auf die Biologische Abwasserreinigungsanlage im Industriepark zurückzuführen. Durch die Abdeckung der Belebungsbecken und eine Absaugung der geruchsbeladenen Luft wurde hier die Geruchsentwicklung reduziert, wenn auch nicht vollständig vermieden.
 
„Es war zunächst wichtig, dass die in den vergangenen Wochen aufgetretene massive Geruchsbelästigung beseitigt werden konnte“, betonte Gerling. „Nun müssen aber zusätzliche Maßnahmen folgen, um die Belastung für die Sindlinger Bürgerinnen und Bürger weiter zu senken.“ Zwar sei in den Jahren 2007 bis 2009 ein deutlicher Rückgang der Geruchbelästigung aus dem Industriepark festzustellen, ein Abbau bis deutlich unter den in der Geruchsimmissionsrichtlinie für Wohngebiete festgelegten Wert wurde noch nicht erreicht, sei aber für die Zukunft angestrebt.
 
Aktuell werden in diesem Jahr weitere Abluftströme aus geruchsintensiven Bereichen der Klärschlammlagerung und -verladung zur Verbrennung in die Klärschlammanlage geleitet sowie der Einsatz von Antigeruchsmitteln getestet, um eine weitere Reduzierung der Geruchsbelastung zu ermöglichen.

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