Schüler Union: Hamburg hat richtig entschieden!

Fridolin Pflugmann: „Die Idee der Primarschule ist gescheitert und darf kein Thema mehr sein!“

Fridolin Pflugmann
Fridolin Pflugmann
Frankfurt am Main, 20 Juli 2010 - Die Schüler Union (SU), Hessens größte Schülervereinigung, wertet den Ausgang des Hamburger Volksentscheides als positives Signal für die Bildungspolitik in Deutschland und sieht sich in ihrer Position bestätigt, dass ein längeres gemeinsames Lernen, wie es das Hamburger Modell der Primarschule vorgesehen hätte, eine Verschlechterung der Unterrichtsqualität bedeutet und weder von Schülern noch von Eltern gewünscht ist.

Der stellv. Landesvorsitzende der Schüler Union Hessen und Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes Frankfurt, Fridolin Pflugmann, erklärte hierzu: „Wir haben die Experimente in der Hamburger Schulpolitik von Anfang an abgelehnt und fordern, dass derartige Reformvorhaben von jetzt an nicht mehr zur Debatte stehen. Hier werden ideologische Bildungskämpfe auf dem Rücken der Schüler ausgetragen. Die Bildungspolitik in Hamburg braucht nun einen Neuanfang.“ Statt eines längeren gemeinsamen Lernens gelte es, die Schüler individuell zu fördern und zu fordern. „Dies muss frühzeitig beginnen und kann nur in einem differenzierten Schulsystem gelingen; mit Haupt- und Realschule sowie dem Gymnasium. Anstatt die Grundschule sinnlos um zwei Jahre zu verlängern, sollten wir uns Gedanken um bessere Bildungsangebote im vorschulischen Bereich machen. Wir bedauern, dass die Einrichtung der Stadtteilschule nicht mehr durch den Volksentscheid rückgängig gemacht werden konnte. Die einfache Abschaffung von Haupt- und Realschulen ist keine Lösung der bestehenden Probleme im Schulsystem“, erklärte Pflugmann. Der Ausgang des Volksentscheides sei ein deutliches Zeichen an die Politik, dass ein gegliedertes Schulsystem eine große Akzeptanz in der Bevölkerung habe und ein längeres gemeinsames Lernen mehrheitlich abgelehnt werde. Im Gegensatz zur schwarz-grünen Koalition in Hamburg, leiste der Magistrat in Frankfurt, der auch auf eine schwarz-grüne Zusammenarbeit baue, bisher eine ausgezeichnete Arbeit, so der Kreisvorsitzende Patrick Soldo. „In Frankfurt hat man keine ideologischen Manifeste im Blick, die im Hinterzimmer ausgetüftelt wurden, sondern die Realität der Bürger in der Stadt“, so Soldo abschließend.


Bildnachweis: Privat

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