Dr. Nils Kößler, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Ginnheim, Eschersheim)
Dr. Nils Kößler, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Ginnheim, Eschersheim)
GINNHEIM. Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) sorgt sich um die soziale Struktur im Stadtteil Ginnheim: „Der Magistrat hat dem Ortsbeirat kürzlich mitgeteilt, dass der Anteil der Bezieher öffentlicher Leistungen an der Gesamtbevölkerung Ginnheims etwa 18% beträgt“, sagte der CDU-Fraktionsvor­sitzende, Nils Kößler.

Das bedeutet, dass nahezu jeder fünfte Bewohner in diesem Stadtteil Frankfurts seinen Lebensunterhalt nur noch mit Hilfe staatlicher Transferleistungen sicherstellen kann (Arbeitslosengeld, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung). „Der Anteil der Leistungsbezieher an den Einwohnern ist damit in Ginnheim etwa doppelt so hoch wie in den Nachbarstadtteilen Dornbusch und Eschersheim“, betonte Kößler. Dort empfängt nicht einmal jeder zehnte Bewohner Hilfe aus den staatlichen Fürsorgesystemen. Der gesamtstädtische Anteil in Frankfurt am Main beträgt nach den vorliegenden Zahlen 13%. Als Ursache für die überdurchschnittliche Quote in Ginnheim sieht der Magistrat den sehr hohen Anteil von öffentlich geförderten Wohnungen in diesem Stadtteil. Anders als die CDU-Fraktion im Ortsbeirat erkennt der Magistrat jedoch keinen politischen Handlungsbedarf. „Die soziale Struktur in Ginnheim entwickelt sich nicht in die richtige Richtung“, so Kößler. Die bisherige Entwicklung sei bedenklich und müsse gestoppt werden. Auch der Magistrat räumt ein, dass beim Vergleich der Zahlen seit dem Jahr 2006 festzustellen ist, dass sich die sogenannte „Fürsorgequote“ in Ginnheim ungünstiger entwickelte als in Frankfurt am Main insgesamt. „Die starke Abweichung gegenüber den Nachbarstadtteilen Dornbusch und Eschersheim sollte ein Warnsignal sein“, findet Kößler. „Die Stadt muss hier gegensteuern und eine Trendumkehr erreichen.“ Erforderlich sei eine Entwicklungsperspektive für Ginnheim, die wieder auf eine bessere Sozialstruktur hinarbeite.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben