Ulf Homeyer, Kreisvorsitzender JU Frankfurt
Ulf Homeyer, Kreisvorsitzender JU Frankfurt
Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, sieht die entstandene Debatte über ein mögliches Radfahrverbot auf der Zeil positiv. Gleichzeitig äußerste er sich kritisch über die vom Verkehrsdezernent genannte Zahl von 1,2 Unfällen pro Jahr. Gerade bei Unfällen zwischen Fußgängern und Radfahrern ist die Dunkelziffer wesentlich höher, da die Polizei bei solchen Zusammenstößen häufig außen vor gelassen wird. Insofern hat die Zahl nur eine geringe Aussagekraft über die Realität.

Die Junge Union hatte ihrerseits bereits eine Befragung von Verkehrsteilnehmern zu dem Thema unternommen, wobei sich die Befragten mit großer Mehrheit für ein Verbot von Fahrradfahrern auf der Zeil aussprachen. „Das Ergebnis hängt natürlich stark davon ab, welche Zielgruppen und Personenkreise man befragt“, so Homeyer.
 
Die Junge Union schlägt daher nun eine repräsentative Befragung von Passanten auf der Zeil vor. Das daraus resultierende Votum sollte die Stadt dann nutzen, um eine Entscheidung im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu treffen. „Eine Entscheidung auf dieser Grundlage zu treffen ist basisdemokratisch und bringt keine Partei bei ihrer Wählerklientel in Erklärungsnot“, so Homeyer. Um jegliche Diskussion über das aus einer solchen Befragung entstehende Ergebnis im Keim zu ersticken, sollte eine Erhebung aus Sicht der JU von unabhängigen Verkehrsexperten durchgeführt werden. So käme der Vorwurf einer möglichen Manipulation durch missverständliche Parameter gar nicht erst auf.
 
„Gegenseite Rücksichtnahme ist das Fundament im Straßenverkehr. Wenn eine Rücksichtnahme aufgrund Einzelner aber nicht mehr gewährleistet werden kann, muss manchmal eben ein Verbot her“, so der Kreisvorsitzende abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben