Senioren Union: Frankfurter Kliniken sollen „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ beitreten

Stadtrat Christof Warnke, Vorsitzender der Frankfurter Senioren Union
Stadtrat Christof Warnke, Vorsitzender der Frankfurter Senioren Union
Frankfurt am Main, 22. September 2010 - „Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.“ Von diesem Grundsatz ausgehend, haben die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und Palliativ-Verband und die Bundesärztekammer gemeinsam jüngst die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ veröffentlicht.

Darauf hat der Vorsitzende der Frankfurter Senioren Union der CDU, Stadtrat Christof Warnke, aufmerksam gemacht und forderte die Frankfurter Kliniken auf, der Charta beizutreten.

 
In der Selbstverpflichtungserklärung setzen sich die Unterzeichner dafür ein, „insbesondere den Bestrebungen nach einer Legalisierung der Tötung auf Verlangen durch eine Perspektive der Fürsorge und des menschlichen Miteinanders entgegenzuwirken.“ Dem Sterben sei als Teil des Lebens „gebührende Aufmerksamkeit zu schenken.“ Jeder schwerstkranke und sterbende Mensch habe ein „Recht auf umfassende medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Betreuung und Begleitung“, die seiner individuellen Lebenssituation Rechnung trage.
 
In diesem Zusammenhang erklärte Warnke, „dass Menschen in welcher gesundheitlichen Verfassung auch immer niemals bloße Objekte der Behandlung und Pflege werden dürften, sondern als einmalige Persönlichkeiten Achtung verdienen.“ Hierfür gebe die Charta eine fundierte ethische Orientierung. Diese verfolge das Ziel, die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Die Unterzeicher, zu denen u. a. Diakonie und Caritas gehören, verpflichten sich, sich intensiver untereinander auch international zu vernetzen sowie die interdisziplinäre Forschung weiterzuentwickeln. Sie stellen fest, dass jeder schwerstkranke und sterbende Mensch ein Recht darauf hat, „nach dem allgemein anerkannten Stand der Erkenntnisse behandelt und betreut zu werden“.
 
Hierbei seien auch die etablierten und anerkannten internationalen Empfehlungen und Standards zu berücksichtigen. Angesichts der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland sei der Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung eine immer wichtiger werdende Aufgabe, „der man nicht ohne ethische Grundsätze gerecht werden kann“, stellte Warnke fest.

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