Rhein: Städtischer Empfang für den Convent Deutscher Akademikerverbände ist demokratische Selbstverständlichkeit

Innenminister Boris Rhein, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU
Innenminister Boris Rhein, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU
Frankfurt am Main, 01. November 2010 - Als vollkommen unsachlich und unbegründet hat der Frankfurter CDU-Vorsitzende, Innenminister Boris Rhein, die jüngsten Kritiken an einem offiziellen Empfang des Convents der Deutschen Akademiker (CDA) durch die Stadt Frankfurt am Main bezeichnet.

Rhein sagte, dass die ausschließlich von linken Gruppierungen vorgetragenen Einwände gegen den Convent, dem pauschal braunes Gedankengut und eine antidemokratische Gesinnung unterstellt würden, völlig unangebracht und überzogen seien. Bei allem Verständnis für eine deutliche Kritik an einigen Verbindungen der Deutschen Burschenschaft, in denen tatsächlich vereinzelte Abgrenzungsprobleme zu rechtsnationalistischen Ideen auszumachen seien, könne jedoch nicht hingenommen werden, dass der gesamte Convent wie zuletzt geschehen unter Generalverdacht gestellt werde und seiner demokratischen Grundrechte beraubt werden solle.

Der Hessische Innenminister stellte klar, dass sich vielmehr ein nüchterner Blick auf den Convent empfehle, der sich basierend auf dem Erlanger Verbändeabkommen von 1921 und im Sinne einer Arbeitsgemeinschaft am 6. August 1950 in Frankfurt am Main konstituiert habe. So verfüge zwar der CDA gemäß seiner Satzung nicht über die Befugnis,  in die Angelegenheiten seiner Mitgliedsverbände oder gar deren Verbindungen einzugreifen. Gleichwohl habe der Convent, dem neben den Burschenschaften vor allem auch konfessionell gebundene Verbände angehörten, gerade in seiner „Hambacher Erklärung“ festgelegt, dass das Korporationsstudententum ohne Einschränkungen für Demokratie und Freiheit stehe. Schon aus dem Selbstverständnis der Burschenschaften heraus, die in ihren Grundsätzen von jedem Mitglied den tatkräftigen Einsatz für die Demokratie und die Würde jedes Menschen einforderten, würden extremistische Umtriebe ausgeschlossen.

Wenn man zudem noch die Bedeutung der Burschenschaften für die Wurzeln der Deutschen Demokratie und Menschenrechte im Vorfeld der Paulskirchenverfassung vom 28. März 1849 berücksichtige und sich vergegenwärtige, dass viele traditionelle Studentenverbindungen aufgrund ihrer demokratie- und freiheitsliebenden Ideale vom NS-Regime verboten worden seien, könne man über die aktuellen Querelen im Vorfeld des geplanten Empfangs durch die Stadt Frankfurt nur den Kopf schütteln. „Die Deutschen Studentenverbindungen haben bei objektiver Betrachtung mehr zu unserer freiheitlichen Grundordnung beigetragen als die selbsternannten linken „Wächter der Demokratie“, die jetzt laut aufschreien, aber selbst sehr starke Abgrenzungsprobleme gegenüber linksradikalen und antidemokratischen Ideologien haben. Der Empfang des CDA durch die Stadt Frankfurt ist vor diesem Hintergrund eine pure Selbstverständlichkeit“, so der CDU-Vorsitzende abschließend.

 

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