Heuser: Die SPD ist bei der Altstadt-Debatte nur Trittbrettfahrer

CDU-Fraktion weist Kritik des Fraktionsvorsitzenden Oesterling zurück

Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 02. Dezember 2010 - Mit deutlichen Worten kommentierte der Vorsitzende der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Helmut Heuser, die erneut vorgetragene Polemik der SPD-Fraktion im Römer, die Bebauung der Altstadt sei ungewisser denn je.

„Das ist einfach ein Witz. Das Projekt ist beschlossen, die Dom-Römer GmbH arbeitet auf Hochtouren, und mit dem erfolgten Abriss des Technischen Rathauses kann jeder sehen, wie weit wir bereits vorangeschritten sind. Die intensive Diskussion um das Stadthaus hat uns als CDU-Fraktion nur noch einmal bestärkt, dass die Rekonstruktion der Altstadt der richtige Weg ist. Wir sind sogar die einzige Partei in Frankfurt, die sich ohne Wenn und Aber hinter die Rekonstruktionsvorhaben stellt, weil wir wissen, welche einmalige Chance wir hier haben, der Altstadt ihr historisches Gesicht wiederzugeben“.


Die SPD hingegen hätte nach Auffassung Heusers immer noch keinen einzigen konstruktiven Vorschlag gemacht, wie sie denn das Gebiet zwischen Dom und Römer bebauen wolle. „Die ‚Genossen’ sind bei der Altstadt-Debatte nur Trittbrettfahrer. Um davon abzulenken, beschäftigt sich Herr Oesterling ausgiebig und ausschließlich mit dem Innenleben der Frankfurter CDU. So viel Interesse ehrt uns, aber das wird dennoch langsam langweilig“. Heuser zufolge entscheiden darüber, ob Rekonstruktionen errichtet werden, weder einzelne Stadtverordnete, noch einzelne Magistratsmitglieder und schon gar nicht einzelne Mitarbeiter in den Dezernatsbüros. „Erstens gibt es einen eindeutigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung: acht Häuser werden mindestens rekonstruiert. Wer etwas anderes behauptet, redet wider besseres Wissen, um die Bevölkerung zu verunsichern und ein wahltaktisches Süppchen zu kochen. Zweitens passt in dieser Frage zwischen CDU-Magistratsgruppe, CDU-Fraktion und CDU-Kreisverband kein Blatt Papier: Unser Ziel ist der Wiederaufbau der Altstadt auf dem Areal zwischen Kunstschirn und Braubachstraße“, so der Fraktionsvorsitzende. Zur Teilnahme von Vertretern der Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP als Gäste an den Sitzungen des Gestaltungsbeirates sagte Heuser: „Wir sind Prof. Mäckler sehr dankbar für diese Vorgehensweise, denn dadurch gibt es einen direkten Informationsfluss zu einer breiten Mehrheit im Stadtparlament. Das liegt im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger“.
 
Die Negativ-Kampagne der SPD habe Heuser zufolge schlussendlich nur einen Grund: „Die SPD trauert offensichtlich dem Technischen Rathaus nach, das sie in besseren Tagen ihrer Parteigeschichte noch als Symbol des baulichen Fortschritts gefeiert hat. An den letzten Versuch, diese sozialdemokratische Musterarchitektur im Dom-Römer-Gebiet wiederzubeleben, will sie heute nicht erinnert werden. Es ist nicht einmal zehn Jahre her, dass die SPD einen riesigen Hotelkomplex unmittelbar vor den Dom setzen wollte. Heute tut sie so, als wäre nichts gewesen. Die SPD möchte gerne wie Phoenix aus der Asche ihrer eigenen, verfehlten Baupolitik aufsteigen. Aber nur mit Schmähreden und ohne eigene Konzepte wird das nichts, und dies werden die Wählerinnen und Wähler am 27. März quittieren“, so Heuser abschließend.
 

Inhaltsverzeichnis
Nach oben