Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Frankfurt am Main, 6. Juni 2011 - Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, steht dem kurz vor der Eröffnung stehenden Kultur- und Kongresszentrum der rechtsextremen türkischen „Grauen Wölfe“ kritisch gegenüber.

Der Verein fand kürzlich Erwähnung im hessischen Verfassungsschutzbericht, da er sich unter anderem „gegen das friedliche Zusammenleben der Völker“ richtet.

 
„Die Stadt muss mit allen Mitteln die Eröffnung dieses Zentrums verhindern. Der Verein steht nicht im Einklang mit unserem Grundgesetz“, so Homeyer. Verwunderlich sei aus Sicht der Jungen Union, dass die Dezernentin für Integration, Nargess Eskandari-Grünberg, bislang zu diesem brisanten Thema schweigt. „Hier entwickelt sich eine Schattengesellschaft mit allen Einrichtungen des täglichen Bedarfs – da darf man sich nicht wundern, wenn die Integration nicht funktioniert“, so der JU-Chef weiter.
 
Die Junge Union kritisiert insbesondere die unterschiedlichen Maßstäbe, mit denen offenbar gemessen werde. Bei rechtsextremen Vereinen ohne türkischen Hintergrund würde es einen Aufschrei der Gesellschaft geben, hier halte man sich aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen zurück. „Der Verfassungsschutzbericht wurde ja nicht als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme erstellt, sondern weil eine konkrete Gefahr für unsere Gesellschaft besteht“, so Homeyer.
 
Das Integrationsdezernat mache sich selbst überflüssig, wenn es solche Zentren stillschweigend neben sich dulde. Schließlich machten solche Vereine die bisherigen Intergrationsbemühungen der Stadt zunichte.
 

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