Thomas Kirchner, Integrationspolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Thomas Kirchner, Integrationspolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 12. Oktober 2011 - Der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Thomas Kirchner, reagiert besorgt auf die Pläne der radikalislamischen Gruppe „DawaFFM“, eine salafistische Moschee in Seckbach zu errichten.

„DawaFFM“ und ihr Sheik Abdellatif, der, so Kirchner, nach Intervention des AMKA und der CDU-Fraktion schon in zahlreichen Moscheegemeinden Frankfurts offiziell Hausverbot erhalten habe, sprächen sich in Internetveröffentlichungen gegen den Kontakt von Muslimen mit Andersgläubigen (Juden, Christen) aus, da sie diese, vergleichbar mit Tieren, für unrein hielten.

 
Kirchner steht daher uneingeschränkt hinter der  gestern verlautbarten Stellungnahme des Hessischen Innenministers Boris Rhein. „Konsequentes Vorgehen des Rechtsstaates gegen extremistische, ausländische Organisationen, wie es Minister Rhein bereits gegenüber den Grauen Wölfen in Griesheim gezeigt hat, ist unbedingt notwendig“, so Kirchner. „Insbesondere den Versuchen von Extremisten, Jugendliche für Ihre Ideologie zu gewinnen, muss entschlossen begegnet werden. Eine falsche Toleranz wäre hier fehl am Platz“, führt der Integrationspolitiker weiter aus.
 
Thomas Kirchner sieht in der Auseinandersetzung mit den radikalen Salafisten allerdings auch die in Frankfurt lebenden Muslime in der Pflicht.  „Mit dem Recht auf freie Religionsausübung und dem Bau repräsentativer Sakralbauten ist untrennbar die Pflicht verbunden, sich gegen diejenigen abzugrenzen, die den islamischen Glauben für radikale Forderungen missbrauchen und damit unsere gesellschaftliche Ordnung gefährden. Die CDU erwartet von den islamischen Verbänden, Moscheevorständen und Imamen ein klares Bekenntnis zu unserem Rechtsstaat und eine deutliche Abgrenzung vom Islamismus. Sich früh gegen extreme Tendenzen aktiv zu positionieren, ist in Deutschland nach den Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts eine gute und wichtige Lehre und Verpflichtung in unserem Land geworden“ führt Kirchner aus. Dies entspräche auch dem Geist des Frankfurter Integrationskonzeptes.
 
Für die zukünftige Auseinandersetzung mit radikalen Islamisten regt der CDU-Stadtverordnete Kirchner insbesondere vier Maßnahmen an.
Erstens eine konsequente Jugendarbeit und Aufklärung im Hinblick auf Extremisten, insbesondere auch gegenüber potenziellen Vermietern. Die sei bereits ein Schwerpunkt der schwarz-grünen Integrationspolitik, wie etwa die städtische Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-Begegnungsstätte beweise. Zweitens die Schaffung von Ausstiegsangeboten für Mitläufer radikaler Gruppierungen. Drittens die konsequente Anwendung der Gesetze und Mittel des Rechtsstaates. Viertens die Einbindung des überwiegenden Teils der Muslime in Frankfurt, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Dies könne auch mit Hilfe des Rates der Religionen geschehen.
 

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