CDU im OBR 6: Gelungene Architektur gleicht schlechte Verkehrsplanung nicht aus

Jörg Löllmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 6
Jörg Löllmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 6
Frankfurt am Main, 5. Dezember 2011 - Die CDU Fraktion im OBR6 begrüßt den Neubau einer Kindertagesstätte in der Straße Zur Waldau in Goldstein und sieht darin einen weiteren Beitrag zu einem bedarfsgerechten Angebot an Kinderbetreuungsplätzen in Goldstein und Schwanheim.
 
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Besonders lobenswert ist nach Ansicht des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jörg Löllmann die gelungene Architektur und die Verwendung von Hölzern als Hauptbaustoff. „Hier wurde keine Standardlösung hingestellt, sondern ein ansprechendes Bauwerk mit Bezug zur Umwelt und großen Außenflächen geplant“, so Löllmann wörtlich.
 
Diese sehr positiven Aspekte könnten aber die Kritikpunkte, die sich vornehmlich auf die verkehrliche Erschließung richten, nicht entkräften. Die Anzahl von nur drei Parkplätzen sei für die Größe der Kindertagesstätte sehr knapp bemessen. Das große Grundstück erlaube auch mehr Parkplätze. Dass die Mitarbeiter der Kindertagesstätte überwiegend öffentliche Verkehrsmitteln nutzen, sei nicht mehr als eine unbelegte Hoffnung. Auch könne man nicht einfach von einer dauerhaften Mitnutzung der Parkplätze der Sportanlagen in der näheren Umgebung ausgehen.

Ein weitaus größeres Problem sieht der CDU Fraktionsvorsitzende Löllmann im zusätzlichen Verkehr durch die Eltern, welche die Kinder morgens bringen und abends abholen. Da die Kindertagesstätte für Kinder bis 3 Jahre vorgesehen sei und diese Kleinkinder nicht selber liefen, würden die Kinder überwiegend mit Autos gebracht werden. Für die Eltern, die ihre Kinder bringen oder abholen, stünden auch nicht genügend Kurzzeitparkplätze zur Verfügung. Man könne schon jetzt voraussagen, dass die Eltern einfach irgendwie anhalten und die Kinder schnell abgeben, so Löllmann. Das Ergebnis wird eine ungeordnete Verkehrssituation vor der Kindertagesstätte sein und viel Unmut und Ärger. Die Situation werde durch die nahe gelegene Carl-von-Weinberg-Schule, die ebenfalls über die Straße Zur Waldau, einer Sackgasse, erschlossen werde, noch verschärft. Dort bestehen heute schon die gleichen Probleme.
 
Nach Auffassung Löllmanns ist die Möglichkeit, die Kindertagesstätte durch die Straßburger Straße zu erschließen, nicht ausreichend geprüft worden. Die Straßburger Straße führt im Gegensatz zur „Zur Waldau“ nicht durch Wohngebiete und erlaubt eine störungsfreie An- und Abfahrt zur Kindertagesstätte. Auf der Straßburger Straße besteht mit 30 Kilometer pro Stunde die gleiche Geschwindigkeitsbeschränkung wie auf der Zur Waldau.
 
Die CDU bedauert die Entscheidung des Bildungsdezernats, die Kindertagesstätte erst zu diesem bereits sehr weit fortgeschrittenen Projektstatus vorzustellen. Die gewünschten Änderungen zur Erschließung über die Straßburger Straße und zu mehr Parkplätzen für Mitarbeiter und Eltern seien nur mit Schwierigkeiten und in jedem Fall mit Mehrkosten in das Projekt einzubringen. Der Begriff „Öffentliche Vorstellung im Ortsbeirat“ bekomme so eine ganz eigene, unangenehme Bedeutung. Einwände und Verbesserungsvorschläge seien wohl nicht so willkommen, so Löllmann abschließend

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