Fischer: Betreuung konsequent ausbauen und Familien dadurch stärken

Leitlinien der CDU-Fraktion zur schulischen Betreuung und Hortplatzentwicklung in Frankfurt am Main

Sabine Fischer, Stadtverordnete, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Sabine Fischer, Stadtverordnete, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 21. Juni 2012 - Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sabine Fischer, kündigt an, dem Ausbau der Kindertagesbetreuung in Frankfurt am Main noch mehr Gewicht beizumessen. Dabei gebe es erheblichen Handlungsbedarf bei den Hortplätzen.

„2012 werden rund 64 Prozent des Bildungshaushalts für Kinderbetreuung ausgegeben. Bis 2015 soll dieser Anteil auf 69 Prozent steigen. Unsere intensiven Bemühungen um den Ausbau der U 3-Plätze und für Kinder von drei bis sechs Jahren hat allerdings zur Folge, dass der gestiegene Betreuungsbedarf in den genannten Altersgruppen sich auch bei den Hortplätzen fortsetzt“, sagte Fischer. Das stelle die Stadt vor erhebliche finanzielle und logistische Probleme. Zwar seien zwischen 2000 und 2010 aufgrund der stetig anwachsenden Nachfrage bei den Grundschulkindern 1.460 zusätzliche Hortplätze geschaffen und damit eine Gesamtzahl von 9.600 Plätzen erreicht worden. Zudem habe der Magistrat das Betreuungsangebot an den Grundschulen ausgebaut und weiterentwickelt. Allerdings habe der Versorgungsgrad für die Angebotsformen „Hort“ und „Betreuungen an Schulen“ zum Jahresende 2010 zusammen nur 53 Prozent betragen. „Das ist im bundesweiten Vergleich ein guter Wert, jedoch gemessen am aktuellen Bedarf noch viel zu wenig“, so die CDU-Stadtverordnete.

 

Einen Ansatz zur Steigerung des Versorgungsgrades sieht die CDU-Fraktion im Ausbau der schulischen Betreuung. „Die Betreuung an Schulen soll von einem Versorgungsgrad von derzeit 56 auf 63 Prozent bis 2015 ausgebaut werden. Wir brauchen noch mehr verlässliche Betreuungszeiten. Das ist nur möglich, wenn Frankfurt in der Zeit von 2012 bis 2015 rund 2.800 zusätzliche Hortplätze in Schulen schafft“, erläuterte Fischer. Gleichwohl ein Hortplatz den städtischen Etat, je nach Bauweise, zwischen 5.700 und 6.700 Euro belaste, werde sich die CDU dieser ambitionierten Aufgabe auch unter den gegenwärtig schwierigen finanzpolitischen Rahmenbedingungen stellen und gemeinsam mit den Eltern und Schulen die bestmöglichen Lösungen erarbeiten. „Nur gemeinsam ist diese Aufgabe zu meistern. Wir wollen jungen Familien, die nach einer Babypause beruflich gerade wieder Fuß gefasst haben, auch mit schulpflichtigen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Das ist zeitgemäß, entspricht der Lebenswirklichkeit in einer Großstadt und stärkt am Ende wieder die Familienstrukturen, weil Berufstätigkeit die Eltern finanziell besser stellt. Familien, die sich dafür entscheiden, ihre Kinder selbst zu betreuen, dürfen aber nicht schlechter gestellt werden. Deshalb befürworten wir im Sinne der Wahlfreiheit auch das Betreuungsgeld“, so die Stadtverordnete. Bei den erweiterten schulischen Betreuungsangeboten strebe die Union außerdem eine intensivere Kooperation mit Kirchengemeinden, freien Trägern und Sportvereinen an. „Die Mittagsverpflegung kann zum Beispiel mit Hausaufgabenbetreuung und Sportangeboten kombiniert werden“, so Fischer.
 

Nach Mitteilung Fischers sei außerdem die Einrichtung einer zentralen Datenbank zur Platzverwaltung aller Kinderbetreuungsplätze dringend erforderlich. „Damit könnten die Eltern künftig zeitnah aktuelle Informationen über verfügbare Betreuungsplätze direkt im Internet abrufen. Das bisherige Verfahren dauert zu lange und ist zu ungenau. Eltern müssen spätestens in den Monaten März/April wissen, ob Ihre Kinder zum Schuljahresbeginn einen Hortplatz bekommen, um sich ihren Arbeitgebern gegenüber erklären zu können“, so Fischer.
 

Mit Blick auf die von der CDU-Fraktion geforderte Verstärkung der interkulturellen Elternarbeit erläuterte die Bildungspolitikerin, dass es in der Stadt einen hohen Anteil von Kindern gebe, die zu Hause nicht deutsch sprechen (45,2%) und von denen mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist (60,7%). „Wir wollen die erfolgreiche Betreuungsarbeit an den Schulen und in den Horten noch intensivieren mit dem Ziel, die deutsche Sprache als verbindendes Element in allen Familien auf gutem Niveau zu etablieren. Die gemeinsame Sprache ist die Grundlage für bessere Integration und Verständigung in unserer Gesellschaft und wirkt Misstrauen und Vorurteilen entgegen“, so Fischer abschließend.

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