v.l.: Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Holding, zu Gast bei Erika Preundschuh und der Frankfurter Senioren-Union
v.l.: Frank Junker, Geschäftsführer der ABG Holding, zu Gast bei Erika Preundschuh und der Frankfurter Senioren-Union
Frankfurt am Main, 6. Juli 2012 - Frankfurt am Main gehört zu den wenigen Städten in Deutschland, deren Einwohnerschaft wächst. Frankfurt ist nicht nur ein bevorzugter Standort für Wirtschaftsunternehmen, sondern ist auch als Wohnstadt zunehmend begehrt.

Die Menschen schätzen die Vielfalt der Stadt: das reiche kulturelle Angebot, die zahlreichen Sportstädten, das viele Grün in der Stadt selbst und in Stadtnähe, die vielen unterschiedlichen Arbeitsplätze, die dichte Verkehrsinfrastruktur, das differenzierte Angebot an Schulen und Ausbildungsstätten, die gute medizinische Versorgung usw. Es gibt viele gute Gründe, in Frankfurt wohnen zu wollen. Das gilt auch für Senioren. Aber sind Wohnungen hier überhaupt zu haben und zu bezahlbaren Preisen? Diese Frage, die kommunalpolitisch eine wichtige Rolle spielt, wurde von der Vorsitzenden der Frankfurter Senioren-Union der CDU, Stadträtin Erika Pfreundschuh, aufgegriffen und bei einer gut besuchten Veranstaltung mit Geschäftsführer Frank Junker von der ABG Frankfurt Holding Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft GmbH am 03. Juli 2012 thematisiert.

 
Der ABG Frankfurt Holding gehören 50 tausend Wohnungen in der Mainmetropole. Für Bauunterhaltung und Wohnungssanierung werden jährlich 200 Millionen Euro eingesetzt. Dabei spielt die Herstellung des barrierefreien Zugangs zu den Wohnungen sowie deren barrierefreien Ausstattung eine wichtige Rolle.

Bei Neubauten der ABG ist das von vornherein vorgesehen, bei Bestandswohnungen wird das, wo es möglich ist, nachgeholt. Dabei gilt als Leitmotiv: Nicht den Menschen an die Wohnung anpassen, sondern die Wohnung an den Menschen.
 

Mit ihrem großen Wohnungsbestand und ihren Investitionen in Neubauten leistet die ABG einen wichtigen Beitrag zur Stadtsanierung und Stadtgestaltung. Kritisch äußerte sich Junker zu der Forderung nach Schaffung billigen Wohnraums in Frankfurt. Bei Grundstückspreisen bis zu 1000 Euro/qm und Baukosten von 2000 Euro/qm und zusätzlichen Nebenkosten, seien Mietkosten unter 11 Euro/qm nur durch öffentliche Förderung möglich. Hier sprach sich Junker für den Ankauf von Belegungsrechten durch die Stadt aus, wie das vom früheren Frankfurter Stadtrat und Senioren-Union-Mitglied Edwin Schwarz entwickelt wurde. Mit Belegungsrechten ließe sich die Sozialverträglichkeit eines Wohnkomplexes besser steuern als mit anderen Methoden des sozialen Wohnungsbaus.
 
Nach Junker seien 40 Prozent der Bewohner in ABG-Wohnungen über 60 Jahre alt. Hier sei von der Gesellschaft ein „altersgerechtes Assistenzsystem“ bereit zu halten.

Dies werde inzwischen flächendecken angeboten mit dem Ziel, dass das Verbleiben in der Wohnung für ältere Menschen erleichtert wird. Ein Siedlungsservice könne angefordert werden, wenn z. B. eine Glühlampe auszutauschen ist oder für andere kleine Hilfen und Reparaturen. Zum Teil sei dieser Service für den älteren Mieter kostenlos, erst bei anspruchsvollerer Leistung falle ein Stundensatz von 6 Euro an. Darüber hinaus bestehe eine Zusammenarbeit mit dem VdK, wo besondere Beratung für die seniorengerechte Sanierung einer Wohnung erforderlich ist. Mit dem DRK seien die Lieferung von „Essen auf Rädern“ und besondere Fahrdienste vereinbart, die ältere Mieter beanspruchen können.
 

Auf Frage der Vorsitzenden der Frankfurter Senioren-Union der CDU, Stadträtin Erika Pfreundschuh, sprach sich Junker ausdrücklich für den Passivhausstandard im Wohnungsbau aus. Das zahle sich nicht nur energiepolitisch aus, sondern auch für den Mieter, für den keine Heizkosten anfielen, weil allein deren Erfassung sich schon nicht rechne. Dass ältere Menschen in Frankfurt am Main gut wohnen können, das wurde durch die Darstellungen Frank Junkers und auch in der regen Aussprache bestätigt.
 

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