Pfreundschuh: Im Wohnungsbau muss das Mehrgenerationenhaus normal werden

Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt
Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt
Frankfurt am Main, 28. Januar 2013. Senioren wünschen, möglichst lange eigenständig wohnen zu können. „Das gelingt am besten in vertrauter Umgebung mit Nachbarn, die man kennt, und in einer Wohnung, in der man auch bei eingeschränkter Mobilität noch zurecht kommt“, erklärte Stadträtin und Vorsitzende der Frankfurter Senioren-Union der CDU Erika Pfreundschuh.

Wenn in Frankfurt am Main der Wohnungsbau wegen der zunehmenden Einwohnerzahl forciert werde, sei auf Nachhaltigkeit unbedingt zu achten. Zur Nachhaltigkeit gehöre nicht nur die Energiefreundlichkeit eines Hauses sondern auch die Eignung der Wohnung im Alter.

 

„Es muss verhindert werden, dass Menschen, die dreißig oder vierzig Jahre in einem Haus gewohnt haben, im Alter gezwungen werden umzuziehen, nur weil sich eine Dusche nicht bodengleich umbauen lässt oder Türen für Rollstühle zu schmal sind und sich nicht verbreitern lassen oder der Aufzug nicht stufenlos zu erreichen ist.“ Darauf wies die Vorsitzende der Senioren-Union hin und forderte: „Mehrfamilienhäuser müssen von vornherein als Mehrgenerationenhäuser geplant und gebaut werden.“ Das Miteinander unterschiedlicher Generationen in einem Haus könne sich dann natürlich ergeben und müsse nicht künstlich mit großem Aufwand erzeugt werden.

Das Zusammenleben mehrerer Generationen in einem Haus gelinge am besten, wo man aufgrund längerer Nachbarschaft einander kenne, Vertrauen gewachsen sei und gegenseitiges Helfen sich entwickelt habe. Das sei in vielen Mehrfamilienhäusern der Fall und dürfe für ältere Menschen nicht deshalb abgebrochen werden, weil deren Wohnung sich nicht als altersgerecht erweist.

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