Steinbach: Bündnis90/Grüne müssen pädophile Vergangenheit aufarbeiten

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 2. Mai 2013 - Erika Steinbach: "Pädophilie, genauer der Sex mit kleinen Kindern, ist ein Verbrechen und für die Kinder ein oftmals nicht endender Alptraum.

Führende Grüne haben sich in den letzten Tagen für eine Aufarbeitung der grünen Verantwortung auf diesem Gebiet ausgesprochen. Cohn-Bendit erklärte laut FAS vom 28.04.2013, er selbst habe die entsprechenden Akten nicht gesperrt. Ich fordere ihn auf, konsequenter Weise alle diesbezüglichen Akten dann auch ausdrücklich frei zu geben.

Jetzt müssen in allen Bezügen zu diesem Thema Taten folgen. Schließlich erheben die Grünen selbst, wenn es um Verfehlungen der katholischen Kirche beim sexuellen Kindesmissbrauch, körperliche Züchtigungen oder um Doktorarbeiten von Bundesministern und Bundesministerinnen geht, auch 30 Jahre rückwirkend Aufklärungs- und Rücktrittsforderungen. Es sind aber nicht nur die Veröffentlichungen von Daniel Cohn-Bendit oder anderer Bundes- und Landtagsabgeordneter, die erklärungs- und offenlegungsbedürftig sind. Bei den Verbindungen der Landes- und Bundesarbeitsgemeinschaften der Grünen, „SchwuP", bei den „Stadtindianern" auf den grünen Parteitagen oder der grünen Fachgruppe „Knast und Justiz" ist vielmehr zu vermuten, dass diese nicht im luftleeren Raum existierten, sondern handfeste Kenntnisse und Verbindungen in die entsprechenden kriminellen Kreise hatten.

Hier hätten durch eine frühzeitige Aufklärung aus den Reihen der Grünen vielleicht Verbindungen aufgedeckt werden können, die möglicherweise Leben und Gesundheit von Kindern in den Händen von Menschenhändlern hätten retten können. Vielleicht partizipieren manche der Täter von damals noch heute an den einschlägigen Netzwerken der Pädophilen von heute. Es ist Zeit für die Grünen, alle Karten offen auf den Tisch zu legen."

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