Steinbach: Kundgebung für die sofortige Freilassung der Erzbischöfe und für ein Ende der Gewalt in Syrien am 6. Juli 2013, 10.30 Uhr, in Frankfurt, Alte Nikolaikirche

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 4. Juli 2013. „Als Frankfurter Abgeordnete und menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag nehme ich an der Kundgebung für die sofortige Freilassung der entführten Erzbischöfe und ein Ende der Gewalt in Syrien am 6. Juli 2013, 10.30 Uhr in Frankfurt, Alte Nikolaikirche teil.

Die religiösen Minderheiten geraten im nicht endenden syrischen Bürgerkrieg zwischen alle Fronten. Die Folgen des Arabischen Frühlings sind insbesondere für die Christen im gesamten Nahen Osten verheerend. Seit dem Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges 2010 hat sich ihre Lage dramatisch verschlechtert.

 

Die Teilnehmenden der Kundgebung kommen zusammen, um die Freilassung zweier entführter Erzbischöfe zu fordern. Am 22. April wurden der orthodoxe Erzbischof von Aleppo, Mor Gregorios Yohanna Ibrahim und sein griechisch-orthodoxer Amtsbruder Boulos Yazigi, der Erzbischof von Aleppo und Iskenderum, von Aufständischen in Syrien brutal entführt. Seither ist ihr Aufenthaltsort gänzlich unbekannt. Wir sind in größter Sorge um das Leben und die Gesundheit der beiden Geistlichen und ihres Fahrers, der ebenfalls Opfer des barbarischen Gewaltaktes wurde.

Die Bischöfe setzten sich mit großem Engagement für einen interreligiösen Dialog in Syrien und für das Ende der blutigen Auseinandersetzungen ein. In ihrem Sinne verurteilen wir die nicht endende Gewalt der syrischen Konfliktparteien und fordern dringend einen Beginn des Dialogs zwischen ihnen.
 

Alarmierend ist, dass in 64 Ländern der Erde, in denen zusammen fast 70 Prozent der Weltbevölkerung leben, Religionsfreiheit sehr stark eingeschränkt oder gar nicht existent ist. Die Christen sind die derzeit am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft. Deshalb setzten sich CDU und CSU für die Glaubensgeschwister weltweit und insbesondere im Brennpunkt des Nahen Ostens ein und stehen ihnen bei. Religionsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht. Unsere Hilfe und Unterstützung gilt den christlichen Gemeinden in Syrien und in den Nachbarländern, um ihr Bestehen dort sichern zu können. Die Christen müssen Teil der Zukunft Syriens und des Nahen Ostens bleiben. Allein das ist eine der schwierigsten Aufgaben unserer Zeit. Wir stehen fest an ihrer Seite.“

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