Caspar: Tempo 30 statt Tempo 50 führt zu höheren Stickstoffoxid-Emissionen

„Wissenschaftliche Erkenntnisse dürfen nicht aus ideologischen Gründen ignoriert werden“

Ulrich Caspar MdL
Ulrich Caspar MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 25. Februar 2014 - Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat eine Studie zu den Auswirkungen von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraße vorgelegt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Tempolimits von 30 oder 40 km/h die Luftqualität im Vergleich zu Tempo 50 verschlechtern.
 

Die Studie ergab, dass die motorbedingten Feinstaubemissionen bei Tempo 30 generell zunehmen. Bei Tempo 30 wird grundsätzlich in einem niedrigeren Gang gefahren und damit mit höherer Motordrehzahl. Wird hingegen mit Tempo 50 gefahren sind die Emissionswerte erheblich niedriger. Besonders umweltschädlich erweist sich der stetige Wechsel von Beschleunigen und Abbremsen.

„Die Untersuchungen zeigen deutlich, dass die Einführung einer flächendeckenden Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h auf Hauptverkehrsstraßen nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt, sondern zu einer Mehrbelastung führt“, so der Frankfurter Landtagsabgeordnete Ulrich Caspar.
 
Auf eine Kleine Anfrage (Drucks. 18/7629) des Abgeordneten Caspar erklärte das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, dass den Kommunen die Ergebnisse der Studien präsentiert werden und die Aufnahme von Geschwindigkeitsbeschränkungen als Luftreinhaltemaßnehmen abgelehnt werden. Die hessischen Kommunen werden zu dieser Frage vom zuständigen Hessischen Ministerium für Umwelt beraten.
 
Caspar wies auch daraufhin, dass die bei Tempo 30 genutzten niedrigeren Gänge nicht nur zu höherem Schadstoffausstoß und höherem Treibstoffverbrauch führen, sondern wegen der in niedrigeren Gängen höheren Motordrehzahl auch zu einer höheren Lärmbelastung führen.

„Unser Ziel muss es sein einen stetigen Verkehrsfluss sicherzustellen. Dies ist die beste Maßnahme zu Verringerung der Emissionswerte. In diesem Zusammenhang muss auch geprüft, ob es aus Emissionsschutzgründen sinnvoll ist, die Geschwindigkeit auf manchen Durchgangsstraßen von Tempo 30 auf Tempo 50 zu erhöhen“, macht Caspar abschließend deutlich.

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