Wiesmann: Sprachförderung ist unverzichtbar und Hessen schon heute gut aufgestellt

„Evaluation ist notwendig und geschieht bereits, um Kohärenz und Wirksamkeit weiter zu verbessern“

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 3. April 2014 - „Wir wissen, dass Sprache der entscheidende Schlüssel zu Bildung und zu gesellschaftlicher Teilhabe ist.

Im Koalitionsvertrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen haben wir deshalb vereinbart, die bisherigen Maßnahmen zur Sprachstandserfassung und Sprachförderung weiterzuentwickeln und Fördermaßnahmen zum Erlernen der deutschen Sprache zu intensivieren. Unser Ziel ist, dass alle hessischen Kinder eine bei Bedarf hoch differenzierte Sprachstandsdiagnostik erfahren und nach ihren besonderen Bedürfnissen - medizinischer, logopädischer oder sprachpädagogischer Art - gefördert werden“, erklärte die Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion für Familienpolitik und frühkindliche Bildung, Bettina M. Wiesmann.
 
„Die CDU-geführte Hessische Landesregierung hat auf die ersten PISA-Vergleiche sehr schnell reagiert, eigene Erhebungen vorgenommen und bereits 2002 erste Programme aufgelegt, u.a. die landesweiten schulischen Vorlaufkurse. Dabei ist es nicht geblieben, hinzugetreten sind der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan 0-10, das Kindersprachscreening KISS und der Modellversuch der Qualifizierten Schulvorbereitung, zudem Bundesprogramme und kommunale Initiativen. Die seither stetig verbesserten PISA-Ergebnisse oder der deutliche Rückgang der Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund, die von der Einschulung aus sprachlichen Gründen zurückgestellt werden oder eine Grundschulklasse wiederholen müssen, zeigen, dass die Maßnahmen greifen“, sagte Wiesmann.
 
„Aber damit geben wir uns nicht zufrieden“, so die Abgeordnete weiter. „Natürlich ist zu fragen, wie gut die bestehenden Programme wirken, ob sie nahtlos ineinander greifen und tatsächlich jedes Kind nach seinen individuellen Bedürfnissen effektiv fördern. Darauf hat auch die Enquetekommission Migration und Integration im vergangenen Sommer zu Recht hingewiesen. Seither ist aber viel geschehen. So wurde das Kindersprachscreening KISS von der Universität Köln mit sehr gutem Ergebnis evaluiert. Weitere wichtige Untersuchungen wurden abgeschlossen oder entsprechende Arbeitsaufträge erteilt. Die große, allumfassende Evaluation hingegen, die die SPD vorschlägt, schießt übers Ziel hinaus.“
 
„Hessen verfügt über eine sehr gute Ausgangslage für den weiteren Ausbau einer differenzierten und kohärenten Sprachförderung für alle Kinder, die dies benötigen. Erhebliche Anstrengungen – von der Erprobung über die Umsetzung bis zu Begutachtung und Weiterentwicklung – sind unterwegs, damit Hessen auf diesem für erfolgreiche Bildungs- und Integrationspolitik entscheidenden Feld seine führende Rolle noch weiter ausbaut“, fasste Wiesmann zusammen.

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