Steinbach: Todesurteil gegen Christin im Sudan aufheben

Recht auf Religionsfreiheit durchsetzen

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 19. Mai 2014 - Eine schwangere Christin ist im Sudan allein wegen ihrer religiösen Überzeugung zum Tode verurteilt worden. Hierzu erklärt die Frankfurter Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtspolitikerin Erika Steinbach:

„Am Donnerstag hat ein Gericht in der sudanesischen Hauptstadt Khartum eine im achten Monat schwangere Christin wegen Abfalls vom islamischen Glauben und Ehebruchs zu 100 Peitschenhieben und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Dieses barbarische Scharia-Urteil darf in den höheren gerichtlichen Instanzen keinen Bestand haben. Das Menschenrecht auf Religionsfreiheit und das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit müssen durchgesetzt und die junge Frau sofort freigelassen werden.

Die 27-jährige Mariam Yahya Ibrahim Ishag ist bereits seit Februar mit ihrem 20 Monate alten Sohn im Frauengefängnis in Karthum inhaftiert. Das Gericht hat sie nun wegen zweier aus der Scharia abgeleiteten Vergehen verurteilt: ihrer Hinwendung zum christlichen Glauben und der Hochzeit mit einem Christen, die als Ehebruch gewertet wurde.

Dieser Fall der hochschwangeren Ärztin zeigt, wie schwierig die Lage vieler Christen im Sudan geworden ist. So belegt das Land im aktuellen Weltverfolgungsindex des überkonfessionellen Hilfswerkes Open Doors einen alarmierenden elften Platz. Leider ist eine weitere Verschlechterung nach der Abtrennung des christlich dominierten Südsudans vom muslimisch geprägten Norden zu erwarten. Im Rahmen meines besonderen Engagements für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit werde ich auch die Menschen im Sudan nicht vergessen und mich in meiner Menschenrechtsarbeit mit Nachdruck für eine Verbesserung der Situation einsetzen.“

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