Frankfurt am Main, 18. Mai 2014 - Die CDU Fraktion im Ortsbeirat 6 hat im Rahmen einer Exkursion das Karlsruhe Modell für öffentlichen Personennahverkehr besucht.

Im Mittelpunkt des Interesses standen die in Karlsruhe seit Mitte der 1990er Jahre erfolgreich betriebenen Zweisystemfahrzeuge. Derartige Fahrzeuge sollen auch bei der Regionaltangente West (RTW) zum Einsatz kommen. Die RTW ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte in der Region und soll Bad Homburg mit Neu-Isenburg verbinden, wobei die Streckenführung über den Frankfurter Westen erfolgen wird. Insbesondere die Stadtteile Sossenheim und Höchst werden direkt von der zusätzlichen Verbindung profitieren.


Die Unterscheidung zwischen Straßenbahnen und Eisenbahnzügen soll beim RTW entfallen. Dies ermöglicht die Nutzung von vorhandenen Gleisanlagen der Deutschen Bahn (DB) und spart erhebliche Kosten. Auf rund 2 Dritteln der 44 km langen Gesamtstrecke können vorhandene Deutsche Bahn Gleise und Anlagen benutzt werden. Diese gemeinsame Nutzung von Ressourcen führt zu einer hohen Wirtschaftlichkeit.

Die Zweisystemfahrzeuge fahren auf DB Strecken mit 15 000 Volt Wechselstrom und auf Straßenbahnstrecken mit 600 Volt Gleichstrom. Die Vorstellung des Karlsruher Modells für ÖPNP erfolgte bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe durch den Leiter der Planungsabteilung Holger Sommerwagen. Der theoretischen Einführung in Technik und Organisation schloss sich eine längere Testfahrt an, die mehrere Systemwechsel von Straßenbahnstrecken auf Eisenbahnstrecken erleben ließ. Der CDU Fraktionsvorsitzenden Jörg Löllmann fasst zusammen: „Karlsruhe zeigt, dass die Zweisystemtechnik intelligent mit Ressourcen umgeht und im Alltag zuverlässig funktioniert.“

Susanne Ronneburg, Ortsbeirätin aus Sossenheim, hofft, dass sich die guten Anzeichen der letzten Monate für den RTW verdichten und nach Abschluss der Planung und Planfeststellung auch eine Entscheidung zum Bau fallen wird.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Besuch des Bundesverfassungsgerichts. Die CDU Fraktion ließ sich von Dr. Egon Hiegert über die Geschichte und aktuellen Tätigkeiten des höchsten deutschen Gerichts informieren.

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