Stadträtin Erika Pfrundschuh, Vorsitzende der Frankfurter Senioren-Union
Stadträtin Erika Pfrundschuh, Vorsitzende der Frankfurter Senioren-Union
Frankfurt am Main, 23. Juni 2014. Eine halbe Stunde überzogen wurde die letzte Veranstaltung der Senioren-Union zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) mit den Geschäftsführern Winfried Schmitz von traffiQ und Matthias Jost von der VGF.

Denn die Senioren hatten eine Menge Fragen und die Geschäftsführer sich einiges zu notieren. Thema der Veranstaltung war der „Seniorengerechte Personennahverkehr“. Nach den Einführungsvorträgen der beiden Geschäftsführer über die Struktur des ÖPNV ging es dann zur Sache.

Mag die Zufriedenheit mit dem ÖPNV im Allgemeinen gut sein, so beklagen Senioren aber besonders die Sicherheit und Sauberkeit der Verkehrsmittel sowie die Lesbarkeit der Displays der neuen Fahrkartenautomaten, insbesondere, wenn Sonnenlicht auf den Bildschirm fällt. Und mag die 65plus Jahreskarte für Frankfurt auch rund 20 Prozent günstiger sein als die reguläre Jahreskarte, so kostet sie immerhin 650,70 EURO, was für viele Senioren eine Monatsrente ist, leider gibt es sie nicht als Monatskarte. Nicht günstiger ist die übertragbare 9-Uhr Monats- oder Jahreskarte.

Wünschenswert wäre hier eine Verlängerung der günstigen Kurzstrecken. Aber die Fahrkartenpreise und das differenzierte Tarifsystem waren nicht einmal der Knackpunkt für die Senioren. Ihre Klagen gingen über Haltestellen ohne Sitzgelegenheit oder Schutz gegen Regen, ohne Beleuchtung oder Information bei Störungen, Automaten, die keine Scheine annehmen oder kein Wechselgeld ausgeben, Rolltreppen und Aufzüge, die häufig nicht funktionieren, Busfahrer, die anfahren, bevor die Fahrgäste sitzen, das Fehlen der Möglichkeit, Hin- und Rückfahrkarten oder Karten auf Vorrat zu lösen, wie das z. B. in Kassel oder Berlin möglich ist.

Das alles einmal vorgebracht zu haben, tat den Senioren nicht nur gut, sondern sie hoffen, dass die Missstände behoben werden. Und nicht nur sie waren nach der Veranstaltung etwas schlauer, sondern auch die Geschäftsführer von VGF und traffiQ. So war die Veranstaltung schließlich doch für alle ein Gewinn.

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