Junge Union will nur noch zugelassene Straßenmusiker auf der Zeil

Junge Union spricht sich für Münchener Modell aus

Martin-Benedikt Schäfer, JU-Kreisvorsitzender
Martin-Benedikt Schäfer, JU-Kreisvorsitzender
Frankfurt am Main, 25. Juni 2014 - Die Junge Union Frankfurt am Main setzt sich für das Münchener Modell im Bezug auf Straßenmusik ein.

Dieses Modell beinhaltet eine Lizensierung von Straßenmusikern, die nur dann auf öffentlichen Straßen und Plätzen spielen dürfen, wenn sie zuvor bei Vertretern der Stadt vorgespielt haben und diese ihnen die Genehmigung erteilen. Nur wer Instrument und Gesang beherrscht, soll eine Genehmigungen ausgestellt bekommen.

 

„Es gibt Tage da stehen etliche Musikgruppen in kurzen Abständen nebeneinander auf der Zeil und man hört nicht einmal ansatzweise heraus, wer gerade was spielt, das ist für uns keine Musikkultur“, so der Kreisvorsitzende Martin-Benedikt Schäfer, der dabei auch an die Angestellten der ansässigen Kaufhäuser denkt. „Wenn man den ganzen Tag von allen Seiten beschallt wird, wird die Arbeit schnell zum Stress, das merken auch die Kunden und deren Einkaufserlebnis wird dann zu einem Spießroutenlauf zwischen folkloristischen Musikern und gestressten Verkäufern. So ist die Zeil kein Aushängeschild für Frankfurt“, kritisiert Schäfer.
 

Die Junge Union wolle keinesfalls Straßenmusik verbieten oder sie im großen Stile einschränken, Ziel sei es lediglich keine Reizüberflutung in Sachen Musik zu erhalten und womöglich auch jungen Nachwuchskünstlern die Chance zu geben an guten Plätzen auf der Zeil und den anliegenden Plätzen zu spielen. „Junge Musiker, die gerne ihr Können auf der Zeil zeigen würden, kommen meist gar nicht dazu, da die besten Plätze schnell vergeben sind und ihre Musik von vielen anderen übertönt wird. Wir wollen, dass die Straßenmusik auch eine Gelegenheit ist sein Talent zu zeigen“, führt der Kreisvorsitzende der JU Frankfurt weiter aus und sieht in der Lizensierung der Straßenmusiker ein geeignetes Mittel, um der Vielzahl an Musikern Herr zu werden.
 

Vertreter des Ordnungsamts sollten hierbei mindestens wöchentlich einer zu bestimmenden Zahl an Musikern die Lizenz erteilen, dass diese auf der Zeil oder den vielen Plätzen rundum die Einkaufsmeile spielen dürfen. Die Lizenz müsse dabei dann auch regelmäßig kontrolliert werden, um „Wildspielern“ Einhalt zu gebieten. „Wir sind uns sehr sicher, dass es in Frankfurt eine große Zahl an hervorragenden Musikern gibt, die sich an diesem Modell gerne beteiligen würden. Eine Vorauswahl würde die Musikvielfalt auf den öffentlichen Plätzen fördern und dämmt die reizüberflutende Vielzahl an Musikern gleichzeitig ein. Dabei hat jeder die gleiche Chance und das gleiche Recht eine Lizenz zu bekommen“, so Martin-Benedikt Schäfer, der abschließend die Junge Union als Vorabtester der Musik anbietet. „Gerne helfen wir dem Ordnungsamt dabei die Musiker auszuwählen und bieten uns als Testhörer an“, so der Kreisvorsitzende mit einem Augenzwinkern.

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