Boddenberg: CDU-Fraktion ist verlässlicher und starker Partner der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler

„Hessischer Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation würdigt historische Aufbauleistung und Versöhnungsbereitschaft der Heimatvertriebenen“

Michael Boddenberg MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Michael Boddenberg MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 12. September 2014 - „Mit dem ‚Tag der Heimat‘ 2014 und dem auf Initiative von Ministerpräsident Volker Bouffier eingeführten ‚Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation‘ am zweiten September-Sonntag setzt Hessen ein weithin sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern und der dauerhaften Anteilnahme an deren leidvoller und schmerzhafter Vergangenheit.

Das unschätzbare kulturelle und historische Erbe der Heimatvertrieben ist für uns dabei nicht nur integraler Bestandteil unserer nationalen wie auch unserer hessischen Identität, sondern auch Sinnbild für Verständigung, Versöhnung und das entschlossene Eintreten gegen Entrechtung und Vertreibung.

Das Motto am diesjährigen Tag der Heimat ‚Deutschland geht nicht ohne uns‘ betont dabei nicht nur die historische Aufbauleistung und die gelungene Integration der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler in die Nachkriegsgesellschaft, sondern würdigt auch den vor dem Hintergrund der schweren persönlichen Schicksale umso eindrucksvolleren Willen der Millionen Vertriebenen und Entrechteten zur Versöhnung und Verständigung der europäischen Völker“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, anlässlich des am 14. September 2014 erstmals stattfindenden Hessischen Gedenktages für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation.

„Die leidvolle Geschichte von Flucht und Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkrieges berührt bis heute die Schicksale und Biographien vieler Menschen in unserem Land. Rund 14 Millionen Deutsche wurden ihrer Heimat und ihrer Rechte beraubt, mehr als zwei Millionen wurden im Zuge der Vertreibungen ermordet, unzählige Frauen auf der Flucht vergewaltigt. Politik und Gesellschaft stehen den vielen Millionen unmittelbar betroffenen Menschen und ihren Nachkommen gegenüber in der Verpflichtung, durch die Aufrechterhaltung des historischen Bewusstseins und das Gedenken an das begangene Unrecht an einer aktiven Erinnerungskultur mitzuwirken.

Der Tag der Heimat und der Hessische Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation sind in diesem Sinne jedoch zugleich auch eine Mahnung, die richtigen Lehren aus der Geschichte zu ziehen und Menschenrechtsverletzungen wie in der Ukraine oder Zivilisationsbrüche wie das Wüten der IS-Milizen im Irak mit aller Entschlossenheit zu bekämpfen“, so Boddenberg.

„Wir Hessen sind den Heimatvertriebenen jedoch auch zu großem Dank verpflichtet. Bis zum Jahr 1950 kamen rund eine Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge nach Hessen; nahezu ein Drittel der Hessen heute in Hessen lebenden Menschen hat einen entsprechenden Hintergrund. Die Beseitigung der materiellen Folgen des Zweiten Weltkrieges und der moralische Wiederaufbau des Landes wurden in besonderem Maße von den Heimatvertriebenen vorangetrieben.

Die CDU-Fraktion im Hessischen Landtag und die von ihr getragene Landesregierung haben daher als starke und verlässliche Partner der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler zahlreiche Maßnahmen und Initiativen auf den Weg gebracht, um die Bedeutung und die Leistungen der Heimatvertriebenen angemessen zu würdigen. Mit dem Hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation hat Hessen dabei zusammen mit Bayern und Sachsen eine bundesweite Vorreiterrolle eingenommen. Aus Anlass des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen wurde zudem der Preis ‚Flucht, Vertreibung, Eingliederung‘ ins Leben gerufen.

Auch die unverändert fortbestehenden Einrichtungen der Landesbeauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler und des Landesbeirates für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen sowie die verbindliche Aufnahme des Themenbereichs ‚Flucht und Vertreibung‘ in das Kerncurriculum des Faches Geschichte an den hessischen Schulen zeugen von dem besonderen Stellenwert, den die Landesregierung den Interessen und Anliegen der Heimatvertriebenen beimisst“, erklärte Boddenberg.

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