Steinbach/Patzelt: Ermordung hunderter Kinder durch IS-Terroristen muss geahndet werden

UN-Bericht über Verbrechen an Kindern im Irakkonflikt

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 12. September 2014 - UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui, hat vor dem UN-Sicherheitsrat über zahlreiche Verbrechen an Kindern im Irak berichtet.

Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, und der zuständige Berichterstatter Martin Patzelt: „Leila Zerrougui, die Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Kinder und bewaffnete Konflikte, hat dem UN-Sicherheitsrat einen erschütternden Bericht über die Geringschätzung des menschlichen Lebens durch extremistische Gruppen wie die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gegeben.

Danach sind im Irak seit Jahresanfang bis zu 700 Kinder getötet oder verstümmelt worden, auch in standrechtlichen Hinrichtungen. Die IS habe Kinder im Alter von 13 Jahren gezwungen, als Kindersoldaten Objekte zu bewachen oder Zivilisten zu verhaften. Andere Kinder seien als Selbstmordattentäter missbraucht worden. Die Opfer seien in der Regel mit Geschenken geködert und dann zwangsrekrutiert worden. Um die Jungen zu brutalisieren, müssten diese Erschießungen und Enthauptungen beiwohnen. Anschließend würden sie dem Bericht zufolge an der Waffe ausgebildet, gedrillt und in der Ideologie der Islamisten unterrichtet.

Auch mit der irakischen Regierung verbündeten Milizen hat die UN-Gesandte vorgeworfen, im Kampf gegen den IS Kindersoldaten zu rekrutieren. Die irakische Regierung habe zudem zahlreiche Kinder festgenommen, von denen unklar sei, wo sie festgehalten würden.

Diese ungemein schwersten Verstöße gegen das Völkerrecht dürfen nicht ungeahndet bleiben. Die Staatengemeinschaft muss ihre Anstrengungen intensivieren, um diese Barbarei zu beenden und allen irakischen Kindern eine Zukunft geben.“

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