Loizides/Kößler: Das Innenstadtkonzept ist eine Chance für den Einzelhandel

CDU-Fraktion erörterte Rahmenplan mit Kammer- und Verbandsvertretern

Dr. Nils Kößler, Stadtverordneter, planungspolitischer Sprecher der CDU-Römerfraktion
Dr. Nils Kößler, Stadtverordneter, planungspolitischer Sprecher der CDU-Römerfraktion
Frankfurt am Main, 28. November 2014 - Die CDU-Fraktion ist gestern Abend im Römer zu einem Gespräch mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer (IHK), des Einzelhandelsverbandes und der Taxi-Vereinigung zusammengekommen, um über das derzeit in der Beratung der Stadtverordnetenversammlung befindliche Entwicklungskonzept für die Frankfurter Innenstadt zu informieren.

Die Fachsprecher der CDU für Wirtschaft und Planung, Christiane Loizides und Nils Kößler, stellten das Konzept kurz vor: "Es geht um einen Rahmenplan für die langfristige städtebauliche Entwicklung der Innenstadt in den nächsten 20 bis 30 Jahren, der zahlreiche Ideen für die Bebauung, verkehrliche Erschließung und Grünverbindungen enthält", so Kößler. "Diese Perspektiven bergen große Chancen zur Steigerung der Attraktivität des Stadtzentrums, aber eventuell auch Risiken, zum Beispiel für den Einzelhandel in der City", sagte Loizides. Deshalb suche die CDU vor einer Beschlussfassung mit Betroffenen das Gespräch.

Im Verlauf des Abends bildeten sich drei Schwerpunkte heraus:

Zunächst soll nach Auffassung der Wirtschaftsvertreter bei der für das "Allerheiligenviertel" vorgesehenen Entwicklung zu einem nachverdichteten Wohnquartier die südliche Ostzeil als Standort für großflächigen Einzelhandel planungsrechtlich gesichert werden. "Diesen Vorschlag werden wir sorgfältig prüfen", sagte Loizides.

Die Diskussion drehte sich ferner um die aus Sicht der Gesprächspartner auch nach dem Umbau der Zeil noch steigerungsfähige und für den Einzelhandel wichtige Attraktivität der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Insbesondere die geplante Verlagerung der Abgänge zur B-Ebene der Hauptwache, die zu einer umstandslosen Verbindung für Fußgänger zwischen Roßmarkt und Zeil führen soll, wurde begrüßt. Im Zusammenhang mit den vorgeschlagenen zusätzlichen Gebäuden im Bereich Goetheplatz und Roßmarkt, durch die neuartige Platzräume entstehen könnten, erörterten die Stadtverordneten mit den Anwesenden die möglichen Impulse für den Einzelhandel, etwa für Außengastronomie und Tourismus. "Die klare Erkennbarkeit der Platzfolge durch die Trennung von Goetheplatz, Roßmarkt und Hauptwache kann zu einer neuen Belebung der Plätze führen", meinte Kößler.

Einen dritten Schwerpunkt bildete die Diskussion um die Maßnahmen zur Stärkung der fußgänger- und fahrradfreundlichen Orientierung des Straßenraums. Die Verbandsvertreterinnen und -vertreter machten auf die auch in der Zukunft vorhandene Notwendigkeit des Autoverkehrs in der Innenstadt aufmerksam und warnten im Zusammenhang mit dem Einzelhandel vor Ausweichreaktionen der Kunden. Das Innenstadtkonzept dürfe nicht zu überzogenen Umgestaltungen des Straßenraumes zu Lasten der Autofahrer führen.

Insbesondere hinter die vorgesehene Einspurigkeit der Berliner Straße wurde von den Teilnehmern ein großes Fragezeichen gesetzt. Diese Magistrale diene als Zufahrt zu den wichtigen Parkhäusern Konstablerwache und Hauptwache sowie für den Lieferverkehr Richtung Töngesgasse und Holzgraben. Die CDU-Fraktion sagte zu, den Vorschlag der IHK, einen Probelauf durchzuführen, in die kommenden Beratungen mit einzubeziehen.

"Es wurde deutlich, dass das Innenstadtkonzept von den Anwesenden überwiegend positiv als Leitlinie zur Weiterentwicklung des Stadtzentrums gesehen wird", waren sich Kößler und Loizides am Ende des Abends einig. "Unabhängig von wohnungs-, verkehrs- und umweltpolitischen Zielsetzungen sehen wir diesen Rahmenplan auch als eine große Chance für den Einzelhandel innerhalb des Anlagenrings." Das wichtige Feedback von IHK, Einzelhandelsverband und Taxivereinigung nehme man auf.

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