Frauen-Union beschließt kommunalpolitisches Programm für die nächste Legislaturperiode

Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frauen-Union Frankfurt
Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frauen-Union Frankfurt
Frankfurt am Main, 24. Juni 2015.  "Die Frauen-Union in der CDU geht mit ihrem Programm gut gerüstet in den Wahlkampf", teilte die Kreisvorsitzende der Frauen-Union, Sylvia Hornung, heute in Frankfurt mit.

"Frauenspezifische Themen stehen im Vordergrund, wie Chancengleichheit, Schutz und Sicherheit, Bildung und Schule, Familie und Beruf, Soziales und Gesundheit, Pflege und Senioren sowie Integration", so Hornung weiter.

 
Gleiche Aufstiegschancen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer müssten erreicht werden. Dazu gehöre auch die Unterstützung beim Wiedereinstieg in die berufliche und politische Laufbahn. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dürfe sich nicht nur in Sonntagsreden erschöpfen, sondern müsse tatkräftig angegangen werden, z.B. mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Führungspositionen in Teilzeit, verlässliche Angebote für die Betreuung der Kinder bis zur Klasse 6 und bis 17.00 Uhr, auch mit sogenannten Schicht-Kindertagesstätten für in Schicht tätigen Frauen. Zu den unverzichtbaren Rahmenbedingungen sei auch das weite Feld der Schule zu zählen.

"Die Frauen-Union wird sich mit Nachdruck für den Erhalt des vielfältig gegliederten Frankfurter Schulwesens einsetzen", erläuterte die CDU-Politikerin und sprach sich dabei auch für den Fortbestand von Realschulen und Hauptschulen aus. Die Frauen-Union sehe die Hauptschule keineswegs am Ende und schlage vor, ein Frankfurter Modell der Hauptschule zu schaffen mit der Einführung praxisorientierten Unterrichtens und stetiger Praxisphasen in unterschiedlichen Berufsbranchen. Die Sophienschule beweise den Erfolg. Darüber hinaus müssten sich die Schulangebote am Bedarf orientieren. Das setze einen gültigen Schulentwicklungsplan voraus. Dass es an einem solchen seit Jahren fehle, zeige die Schwierigkeit des Dezernats, die Kinder nach der Klasse 4 ihrem und ihrer Eltern Wunsch entsprechend in Schulen unterzubringen. Die schulischen Angebote müssten nämlich auch die Wohnortnähe berücksichtigen.
 
Ein weiteres aktuelles Thema betreffe die Pflege der älteren Generation, die Frauen häufig an ihre Grenzen bringe. Hier gelte es, beizeiten Vorsorge zu treffen durch unterstützende Maßnahmen zum Erhalt der Selbständigkeit, durch Hilfen im Haushalt und beim Einkauf. Auch schon bei der Errichtung von Häusern sollte z.B. barrierefrei gebaut werden. Eine hinreichende Förderung aller, die hier lebten, sei zu gewährleisten. Dabei gehe es genauso um Ausländer wie um ältere Menschen, Kinder und Jugendliche mit Benachteiligungen. Durch Feste, wie Straßenfeste, würde die Lebensqualität eines Stadtteils gestärkt und eine Identifikation mit ihm erreicht. Hornung wies darauf hin, dass es die CDU sei, die viele frauen- und familienpolitische Entscheidungen herbeiführe und umsetze, wie das Erziehungsgeld, den Erziehungsurlaub, die Anerkennung von Erziehungszeiten in der Rentenversicherung, mehr Urlaub für die Pflege kranker Kinder und die Pflege von Angehörigen, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, das Elterngeld und die Mütterrente. Angesichts veränderter Lebenswirklichkeiten schreibe die Frauen-Union in der CDU ihr Ziel der Unterstützung von Frauen fort und passe es neuen Realitäten an.

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