Steinbach: Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte sind eine Schande

„Täter zur Verantwortung ziehen“

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 21. Juli 2015 - In den vergangenen Monaten wurden wiederholt Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

„Gewalt und Hass gegen Flüchtlinge und Asylbewerber sind unmenschlich und mit unseren demokratisch-freiheitlichen Grundwerten unvereinbar. Die Brandanschläge auf Asylunterkünfte und das kriminelle Vorgehen gegen Helfer und Unterstützer der bei uns Zuflucht suchenden Menschen sind eine Schande.

Wir verurteilen die Anschläge auf das Schärfste. Es muss alles daran gesetzt werden, die Täter zu fassen und zur Verantwortung zu ziehen. Die aggressiven und ausländerfeindlichen Attacken werden nichts daran ändern, dass Schutzsuchende in Deutschland Unterkunft erhalten. Ihre Sicherheit wird gewährleistet.

Die menschenverachtenden Attacken gegen Flüchtlinge und Einrichtungen, in denen sie Schutz und Ruhe finden sollen, reißen seit Wochen nicht ab. Die Täter dürfen und werden ihre menschenfeindlichen Ziele nicht erreichen. Jeder Flüchtling, ob er in Deutschland bleiben kann oder unser Land wieder verlassen muss, ist mitmenschlich zu behandeln. Die Gewaltaktionen erzeugen bei ihnen jedoch Ängste und verstärken Traumata.

Die zum Teil bestehende Sorge der Menschen in Deutschland, die Last des Flüchtlingszustroms nicht tragen zu können, muss ebenfalls ernst genommen werden. Die Debatten darüber dürfen aber nicht aggressiv auf dem Rücken der hier Schutzsuchenden und damit Schutzbeholfenen ausgetragen werden. Die Innenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union beraten heute erneut über eine faire Verteilung von 60.000 Flüchtlingen innerhalb der EU. Es wäre ein Armutszeichen für Europa, wenn das nicht gelänge.“

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