Sylvia Hornung als Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union wiedergewählt

Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union
Sylvia Hornung, Vorsitzende der Frankfurter Frauen-Union
Frankfurt am Main, 25. April 2016.  Einstimmig wählten die Mitglieder der Frankfurter Frauen-Union Sylvia Hornung für weitere zwei Jahre zu ihrer Vorsitzenden.

Als Stellvertreterinnen wurden Verena David, Hannelore Metzner und Inge Cromm wiedergewählt. Schriftführerin ist künftig Sara Steinhardt. Der Beirat setzt sich zusammen aus: Ankin Akyuez, Charlotte Baecker, Anke Bernecke-Kaus, Gabriele Cappel, Marie José de los Rios, Carolin Friedrich, Katharina Herzog, Monika Intrau, Sybill Cornelia Meister, Ann-Kristin Müller, Ursula Plahusch, Debora Rieser und Marita Schäfer.

 
Frau Hornung verband mit ihrem Dank für die Wiederwahl, ihr politisches Ziel, die Gleichberechtigung von Frau und Mann in Beruf und Gesellschaft voranzubringen. „Zu den unverzichtbaren Rahmenbedingungen gehört die Gleichberechtigung. Gleiche Aufstiegschancen und gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Frauen und Männern müssen erreicht werden.“ Zwar seien die Lohnunterschiede  zwischen Frauen und Männern in den letzten Jahren kleiner geworden, aber 10 Prozent Lohnunterschied seien immer noch zu viel. Der Unterschied bei Akademikerinnen liege mit 25 Prozent sehr hoch, zu hoch. Es gehe aber nicht nur um die finanzielle Gleichstellung im Beruf, sondern auch um die Beförderung. Wie viele Banken würden von einer Frau geleitet in der Bankenstadt Frankfurt? Hier und in anderen Bereichen, zu denen auch die politischen Parteien gehörten, seien Frauen erheblich unterrepräsentiert. Hornung erwarte auch von der eigenen Partei für die nächste Bundestagswahl einen höheren Frauenanteil. Auf alle Fälle sollte eine aus dem Bundestag ausscheidende Abgeordnete wieder durch eine Frau ersetzt werden. Die Frauen-Union begrüßt die Entscheidung von Frau Bettina Wiesmann, für den Bundestag zu kandidieren und wird sie selbstverständlich unterstützen.
 
Vorbildfunktion habe in Bezug auf die Frauenförderung die Stadt Frankfurt. Bei über 40 Prozent liege der Frauenanteil in den Amts-, Betriebs- und Referatsleitungen. Ämter, deren Leitung früher reine Männersache gewesen seien, würden heute von Frauen geleitet. Hornung erwähnte in dem Zusammenhang die Bauaufsicht, das Energiereferat, das Amt für Informations- und Kommunikationstechnik sowie das Straßenbauamt. Frankfurt gehe also mit gutem Beispiel voran. Hornung dankte an dieser Stelle ausdrücklich dem Gleichberechtigungsbüro und dem Frauenreferat der Stadt, die sich sehr engagiert für die Rechte der Frauen eingesetzt hätten. Ein großes Augenmerk richtete Hornung auf die Integration der anerkannten Flüchtlinge und wünschte eine Aktivierung des Projekts „Mama lernt Deutsch", die Fortsetzung der Kampagne „Mein Frankfurt — Einbürgerung ja bitte" und einen Ausbau der „Aktiven Nachbarschaft" zur Stärkung benachteiligter Quartiere.
 
Im Bereich der Sicherheit lobte Hornung den Freiwilligen Polizeidienst und wünschte seine Verstärkung, außerdem sichtbare Überwachungskameras an Bahnhöfen und Haltestellen. Hornung sei überzeugt, dass ein steter Einsatz für die Rechte der Frauen auf Dauer Erfolg zeigen werde. Sie forderte Verantwortungsträger in der freien Wirtschaft auf, sich engagierter für die Gleichstellung von Frau und Mann einzusetzen.

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