Boddenberg: Gemeinsame Arbeit großer Erfolg im Interesse der jungen Menschen

Duales System der Berufsausbildung ist solides Fundament für den Wirtschaftsstandort Deutschland

Michael Boddenberg MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Michael Boddenberg MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 27. April 2016 - "Die Verbindung von beruflicher Praxis und theoretischer Ausbildung ist das zentrale Erfolgsgeheimnis der dualen Berufsausbildung in Deutschland.

Nur so können wir die in vielen Branchen bereits heute dringend benötigten Facharbeitskräfte gewinnen. Das ist Voraussetzung für die Herstellung innovativer Produkte auf Weltmarktniveau und somit das solide Fundament für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Partner im ‚Bündnis Ausbildung Hessen‘ sind sich dieser Verantwortung bewusst und lassen die gemeinsame Arbeit zu einem großen Erfolg im Interesse der jungen Menschen werden“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, zur heutigen ersten Bilanz des im vergangenen Jahr gegründeten „Bündnis Ausbildung Hessen“. Bündnispartner sind neben dem Land Hessen die Regionaldirektion Hessen der Agentur für Arbeit, die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände, die hessischen Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskammern, der Verband Freier Berufe in Hessen, der Deutsche Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen, der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund.

Als eine von einer Vielzahl von vereinbarten Maßnahmen habe die Landesregierung den Hochschulzugang weiter geöffnet. „Die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ist in Hessen kein Gegenstand nur für Sonntagsreden: Regulär besteht bereits seit 2005 in Hessen die Möglichkeit, mit einem Meisterbrief auch zu studieren. Mit dem neuen Hessischen Hochschulgesetz haben wir es den Hochschulen nun ermöglicht, über Modellversuche den Hochschulzugang auf Gesellen auszuweiten, die einen guten Abschluss gemacht haben. Damit leisten wir einen Beitrag dazu, Hürden zwischen den einzelnen Bildungswegen abzubauen.“ Die Evaluierung des Modellversuches soll bis zum Ende des Sommersemesters 2020/21 abgeschlossen sein.

Boddenberg weiter: „Auch an anderer Stelle haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Als ersten Schritt zur Verbesserung des Übergangs von der Schule in die Berufsausbildung entwickelt die Landesregierung die zweistufige ‚Berufsfachschule zur Ausbildungsvorbereitung‘ (BAV). Dieses Konzept soll ab dem Schuljahr 2017/2018 an 15 Standorten erprobt werden. Ziel ist, die Jugendlichen bereits nach einem Jahr für den Übergang in eine duale Ausbildung zu qualifizieren. Dadurch wird wertvolle Zeit für die Ausbildung gewonnen und die Jugendlichen verbringen weniger Zeit in Warteschleifen.“ Der Schulversuch fasse die Schülerinnen und Schüler der bisherigen Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, der zweijährigen Berufsfachschule und der einjährigen höheren Berufsfachschule zusammen.

„Die Integration der Menschen, die aus den unterschiedlichen Regionen und Kulturen der Welt zu uns kommen, ist ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit Hessens. Die Chancen für ihr Gelingen steigen, wenn wir jetzt langfristig die richtigen Weichen stellen, insbesondere in der Arbeitsmarktpolitik. Daher ist es genau die richtige Entscheidung, dass Unternehmen, die einen Ausbildungsvertrag mit einem jungen Erwachsenen unter 27 Jahre mit Sprachförderungsbedarf schließen, hierfür eine Ausbildungsplatzförderung erhalten“, so Boddenberg. Für das Programm „Wirtschaft integriert“ habe das Hessische Wirtschaftsministerium für die Jahre 2016 und 2017 zusätzlich elf Millionen Euro eingestellt.

„Mit Blick auf die Fachkräftesicherung und die Entwicklung der offenen Ausbildungsstellen wird es weiterhin wichtig sein, den Jugendlichen bereits früh die breite Vielfalt der Ausbildungsberufe darzustellen. Nur so kann der Fachkräftebedarf der hessischen Wirtschaft auch zukünftig breit abgesichert werden. Dabei werden nur Unternehmen, die eine qualitativ gute Ausbildung bieten, in Zukunft aus einer Vielzahl von geeigneten Bewerbern auswählen können“, erklärte Boddenberg.

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