Fay: Mindestlohngesetz reformieren, kein Mindestlohn für Praktikanten!

Christoph Fay, Vorsitzender des Fachausschusses Wirtschaft der Frankfurter CDU
Christoph Fay, Vorsitzender des Fachausschusses Wirtschaft der Frankfurter CDU
Frankfurt am Main, 17. August 2016. „Das von der großen Koalition beschlossene Mindestlohngesetz muss dringend reformiert werden“, verdeutlichte heute der Vorsitzende des Fachausschusses Wirtschaft der Frankfurter CDU, Christoph Fay.

„Aufgrund der positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind die negativen Wirkungen bei der Beschäftigtenzahl durch das Mindestlohngesetz momentan nicht sichtbar. Bei einer Umkehr der wirtschaftlichen Entwicklung wird sich das Gesetz sehr schnell negativ auf die Entwicklung der Beschäftigungszahl auswirken und die Schwächeren am Arbeitsmarkt treffen. Leider wirkt sich das Gesetz aber schon heute negativ im Bildungsbereich aus. Die Anzahl der Praktika in Deutschland sind aufgrund des Mindestlohns deutlich zurückgegangen. Damit haben sich die Ausbildungschancen vieler Studierender verschlechtert“, bedauerte Fay.

 
Die sozialdemokratische Arbeitsministerin, Andrea Nahles, habe alle Warnungen vor einem Rückgang der Praktikumsplätze in den Wind geschlagen. Jetzt würden die Konsequenzen einer falschen Mindestlohnpolitik sichtbar: „Wegen der höheren Kosten hält sich die Wirtschaft laut einer Randstad-ifo-Personalleiterbefragung mit Praktikumsstellen zurück. Demnach halbierte sich die Zahl der Unternehmen, die Praktika ausschreiben. Gaben vor dem Mindestlohn 70 Prozent der Firmen an, sie böten freiwillige Praktika, waren es nach dessen Einführung nur noch 34 Prozent. Das gilt auch für Pflichtpraktika: Der Anteil der Unternehmen mit diesem Angebot sank von 62 Prozent auf ebenfalls 34 Prozent. Trotzdem sind Pflichtpraktika offenbar das neue Mittel der Wahl, um den Mindestlohn für Praktikanten zu umgehen. Als Konsequenz ihrer eigenen Politik schreibt das Arbeitsministerium von Frau Nahles nur noch Pflichtpraktika aus.“   
 
Für Christoph Fay steht jetzt fest: „Es gibt immer weniger Praktikumsplätze, weil diese durch das Mindestlohngesetz unbezahlbar geworden sind. Lernende Mitarbeiter sind nicht gleich zu entlohnen, wie schon besser qualifizierte Mitarbeiter. Dieses Missverständnis im Mindestlohngesetz muss der Gesetzgeber korrigieren! Die Forderung der MIT Deutschland (CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung) und des RCDS muss sich die gesamte CDU zu eigen machen: Kein Mindestlohn für Praktikanten, sondern möglichst viele Praktika für alle Studierende muss die Forderung der gesamten Union sein“, so Fay abschließend.
 

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