Junge Union Frankfurt sieht Oberbürgermeister in der Pflicht

Schäfer: „OB trägt Verantwortung für Bahnhofsviertelnacht-Broschüre“

Martin-Benedikt Schäfer, Vorsitzender der Jungen Union Frankfurt
Martin-Benedikt Schäfer, Vorsitzender der Jungen Union Frankfurt
Frankfurt am Main, 8. September 2016 - Die Junge Union Frankfurt am Main zeigt sich irritiert darüber, dass Oberbürgermeister Peter Feldmann keine Kommentare zur Broschüre zur Bahnhofsviertelnacht abgibt.

Die Broschüre ist in Kritik geraten, da sie Passagen enthält, die jenseits guten Geschmacks und Seriosität liegen. Vor allem die Ausführungen zu den Bordellen seien grenzwertig. „Der Oberbürgermeister hat die Bahnhofsviertelnacht eigenmächtig zur ‚Chefsache‘ erklärt, weist jetzt aber jede Verantwortung von sich und hüllt sich in Schweigen. Das ist schlechter Stil, aber leider typisch für den Ankündigungs-OB“, kritisiert der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt am Main, Martin-Benedikt Schäfer das Verhalten des Oberbürgermeisters.

 
Da die Bahnhofsviertelnacht in den November verlegt werden sollte, schritt Peter Feldmann ein und erklärte, dass die Szeneveranstaltung doch im September stattfinden solle. Er erklärte die Bahnhofsviertelnacht damals eigenmächtig zur „Chefsache“ und stellte damit auch Teile seiner Verwaltung bloß. Nun ist eine Broschüre begleitend zur Bahnhofsviertelnacht erschienen, in der auch über die ortsansässigen Bordelle berichtet wird. Einige Passagen stoßen hierbei jedoch auf deutliche Kritik. „Bordelle gehören zum Bahnhofsviertel, das wissen die Frankfurter. Es geht auch nicht darum, dass diese Teil der Bahnhofsviertelnacht sind, sondern um Textpassagen, die völlig inakzeptabel sind und Frauen herabwürdigen. Der Oberbürgermeister, der sich ja selbst zum ‚Chef‘ des Festes ernannt hat, hätte diese Broschüre stoppen müssen. Dies hat er nicht getan, jetzt wo die Kritik aufkommt, versteckt er sich hinter Schuldzuweisungen. Ein wirklicher ‚Chef‘ würde so etwas nicht tun“, so Schäfer.
 
Für die Junge Union ist dieses Verhalten nur die Fortsetzung der traurigen Amtsführung des Oberbürgermeisters, der keine Situation auslasse, um Ankündigungen und großspurige Versprechungen zu machen, wenn es dann aber um konkretes Handeln gehe, trete er lieber in den Hintergrund. „Es kann nicht sein, dass ein Mann Dinge an sich reißt und dann aber keine Verantwortung übernimmt, mehr noch diese von sich weist und anderen die Schuld in die Schuhe schiebt. Das gehört sich einfach nicht als Oberbürgermeister der fünftgrößten Stadt Deutschlands“, wird Schäfer deutlich.
 
Als Oberbürgermeister könne man nicht immer nur die Lorbeeren für positive Nachrichten ernten, sich bei negativen Schlagzeilen dann aber wegducken. „Frankfurt braucht mehr als einen Schönwetter-OB. Frankfurt braucht einen richtigen Chef“, so Schäfer abschließend.

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