CDU im OBR 8:Informationen zur antiken Stadt NIDA in den Neubau der Römerstadtschule zu integrieren

Ralf Porsche, Vorsitzender der CDU Nordweststadt-Niederursel, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 8
Ralf Porsche, Vorsitzender der CDU Nordweststadt-Niederursel, Vorsitzender der CDU-Fraktion im OBR 8

Frankfurt am Main, 22. September 2016 - Am 3. November wird in der Sitzung des Ortsbeirates 8 die durch den Magistrat seit längerem angekündigte Vorplanung für einen kompletten Neubau der Römerstadtschule vorgestellt.

Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 8 hat dazu beantragt, diese Vorplanung dahingehend zu erweitern, innerhalb des Schulgeländes in geeigneter Weise auf die römische Vergangenheit des Schulstandortes hinzuweisen. „Die Römerstadtschule steht in etwa dort, wo sich das Zentrum der antiken Stadt NIDA befand. Bisher gibt es an Ort und Stelle nur eine Hinweistafel. Der Neubau der Schule sollte dazu genutzt werden, den Schulnamen, der nicht nur auf die May-Siedlung der Zwanziger Jahre, sondern auch auf die antike Namensgeberin der ‚Römerstadt‘ verweist, besser zu erklären. Außerdem passt ‚Römische Geschichte‘, wenn sie altersgerecht präsentiert wird, auch in das Unterrichtsfach Sachkunde in einer Grundschule“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Porsche.


Die Kenntnisse über NIDA als Namensgeberin der Römerstadtschule vor Ort greifbar zu vermitteln könne zum Beispiel durch folgende Maßnahmen geschehen: Ein Raum mit schülergerechten Informationen zum Thema „Römer/Römisches Reich“; ein aufgezeichneter Grundriss, der auf den an Ort und Stelle gefundenen Tempelbezirk hinweist; im zentralen Bereich des Schulhofs: Anbringen einer originalgetreuen Replik, zum Beispiel der im Archäologischen Museum Frankfurt aufbewahrten Dendrophoreninschrift, die bei Grabungen 1961 gefunden wurde und im Schriftzug den Namen der Stadt NIDA enthält; schülergerechte ergänzende Hinweistafeln zusätzlich zu der 2000 angebrachten Schauwand an der Zufahrt zur heutigen Römerstadtschule (Wendehammer In der Römerstadt 120/122); ein „zweisprachiges“ Schulschild am Haupteingang – zum Beispiel in Deutsch und Latein oder ein Schulschild mit dem Namen „Römerstadtschule“ in stilisierten lateinischen Großbuchstaben.

„Der Neubau der Römerstadtschule sollte als Chance genutzt werden, auf die Römische Geschichte des Stadtteils Heddernheim an einem zentralen Ort der ehemaligen Stadt NIDA hinzuweisen“, so Porsche weiter. Das könne mit einigen wenigen Elementen geschehen. Ganz besonders sollten dabei auch kindgerechte Informationen angeboten werden, die Familien neugierig machen, sich auf die Spuren der Römer im Rhein-Main-Gebiet zu machen (u.a. Saalburg). „Die gut 200 Besucher beim Tag des offenen Denkmals, die zum Ausgrabungsgelände Ecke Ernst-Kahn-Straße/In der Römerstadt gekommen waren, belegen zudem das große Interesse der Heddernheimer an ‚ihrer‘ römischen Geschichte“, so der Fraktionsvorsitzende abschließend.

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