Boddenberg: Luftverkehrswirtschaft muss alles technisch Mögliche und ökonomisch Vertretbare zur Fluglärmreduzierung unternehmen

Lärmobergrenze ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Lärmentlastung

Michael Boddenberg MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Michael Boddenberg MdL, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 28. September 2016 -  „Am Flughafen Frankfurt arbeiten etwa 80.000 Menschen aus der Region.

Diesen Menschen, die am Flughafen ihren Lebensunterhalt verdienen, eine Familie ernähren, vielleicht sogar endlich wieder einen Job gefunden haben, als Lagerist, als Gepäck- oder Bodenabfertiger oder im Sicherheitsdienst, müssen wir ebenso gerecht werden, wie der Krankenschwester, dem Facharbeiter oder den Schulkindern, die in Kelsterbach oder Flörsheim wohnen und ein Anrecht auf Ruhe haben. Im Interesse der Region muss die Luftverkehrswirtschaft daher alles technisch Mögliche und ökonomisch Vertretbare tun, um für eine Fluglärmreduzierung zu sorgen. Das heute vorgestellte Modell einer Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt ist ein weiterer wichtiger Schritt für eine geringere Lärmbelastung. Die Menschen sollen wissen, dass es in der Region nicht mehr wesentlich lauter werden soll. Gleichzeitig wollen wir die Entwicklungsmöglichkeiten des Flughafens erhalten und seine wirtschaftliche Bedeutung sichern“, sagte der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Michael Boddenberg, anlässlich der Vorstellung eines Modells für eine Lärmobergrenze am Flughafen Frankfurt/Main durch Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Mit diesem Vorschlag greifen wir einen zentralen Punkt unseres Koalitionsvertrages auf und setzen den letzten Bestandteil des Mediationsergebnisses um. Das zeigt: Auf uns können sich die Menschen in diesen schwierigen Fragen verlassen“, ergänzte Boddenberg.

„Mit der Lärmobergrenze schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass am Frankfurter Flughafen möglichst lärmarme Flugzeuge starten und landen, dass der Flughafenbetreiber die erforderliche Infrastruktur anbietet, um Lärmschutzmaßnahmen zu erleichtern, und dass die Flugsicherung den anfallenden Verkehr mit den lärmärmsten An- und Abflugverfahren abwickelt. Ein wichtiges Element in diesem Zusammenhang ist die schrittweise Reduktion des Lärms, die den technischen Fortschritt berücksichtigt. All dies wollen wir – wie bereits bei den Lärmpausen – auf Grundlage einer Übereinkunft mit allen Beteiligten erreichen“, sagte Boddenberg.

Mit Blick auf Vorschläge der SPD zur Änderung des Planfeststellungsbeschlusses stellte Boddenberg klar: „Ein solches Vorgehen würde zu einer Neuauflage  jahrelanger Debatten und damit zu großer Verunsicherungen aller Beteiligten führen. Damit gefährdet man die Planungssicherheit der Unternehmen und am Ende Arbeitsplätze“

Im Hinblick auf die weiteren, im Koalitionsvertrag zwischen CDU und GRÜNEN vereinbarten Maßnahmen machte Boddenberg deutlich. „Wir haben für diese Legislaturperiode eine Vielzahl von Schritten zur Verringerung der Lärmbelastung vorgesehen und bereits umgesetzt. Ein Beispiel hierfür sind die Lärmpausen: Zwischen April 2015 und April 2016 konnten sie am Abend zu 92 Prozent und am Morgen zu 96 Prozent umgesetzt werden. Die Lärmbelastung wurde spürbar verringert, die Lärmpausen sind fester Bestandteil im operativen Geschäft des Flughafens und eine Mehrheit von über 70 Prozent wünscht ihre Fortsetzung. Das ist ein gutes Beispiel für die praxisorientierte Arbeit der Koalition. Während andere ideologische Auseinandersetzungen pflegen, haben wir im Interesse der Menschen der Region längst gehandelt“, so Boddenberg.

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