Fischer: Entscheidung für eine KGS in Niederrad ist gut begründet

CDU-Fraktion begrüßt Ergebnis der Koalitionsgespräche

Sabine Fischer, Stadtverordnete, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Sabine Fischer, Stadtverordnete, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 2. November 2016 - Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Römer, Sabine Fischer, verteidigt die Haltung ihrer Partei zu der durch den aktuellen Schulentwicklungsplan (SEP) gut begründeten Kooperativen Gesamtschule (KGS), die zum Schuljahresbeginn 2017/18 auf dem Gelände der Außenstelle der Salzmann-Schule eröffnen soll.

„Da wir grundsätzlich für ein bedarfs- und begabungsgerechtes, vielfältiges Schulsystem in Frankfurt eintreten, halten wir die allgemeine Zielsetzung des SEP für Niederrad, das Bildungsangebot dort zu erweitern und wohnortnahe zusätzliche Plätze an weiterführenden Schulen zu schaffen für gut begründet. Die KGS, wie mit dem SEP von den Stadtverordneten beschlossen, ist für uns dabei die richtige Schulform, die diesen Bedarf für Niederrad abdeckt“, begründet Fischer die Position der CDU-Fraktion.

 
Die Union habe ihre Zustimmung zur Aufhebung der Salzmann-Hauptschule zum Schuljahr 2019/20 daran geknüpft, dass in Niederrad auch zukünftig alle Bildungsgänge in ihrer Vielfalt angeboten werden. Außerdem fehlten Fischer zufolge Gymnasialplätze. „Die bestehenden grundständigen Gymnasien im Süden und auch die Carl-von-Weinberg-Schule als Integrierte Gesamtschule (IGS) mit Sportschwerpunkt sind bereits ausgelastet, sie weisen seit Jahren schon viele Schüler zurück. Weiterhin wird es einen Bedarf an Realschulplätzen geben, den die einzige, zukünftig noch bestehende Realschule im Frankfurter Süden, die Deutschherrenschule, nicht mehr abdecken kann“, erläutert Fischer. Zukünftig müsse außerdem der Bedarf des Lyoner Viertels mit berücksichtigt werden. „Wir sind deswegen sicher, dass es einen Bedarf für einen einzügigen Hauptschulzweig, einen zweizügigen Realschul- und dreizügigen Gymnasialzweig gibt, der zur Errichtung der KGS erforderlich ist“.
 
Fischer weist das in einigen Kommentierungen vernehmbare „KGS-Bashing“ deutlich zurück. „Eine KGS, an der alle Schulabschlüsse der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums erreicht werden können, ist keine ‚Schulform der 60er Jahre‘ und das übrigens schon gar nicht in Abgrenzung zu einer IGS, die in Hessen erstmals 1968 eingerichtet wurde, also ebenfalls als ‚Schulform der 60er Jahre“ gelten kann, wenn man sich schon auf solche Floskeln einlassen möchte“, so Fischer. Die KGS habe bis heute viele Vorzüge. Sie vereine alle Bildungsgänge allgemeinbildender Schulen unter einem Dach, biete Schülern aber trotz des Unterrichtes in den eigenen Schulzweigen Anschlussmöglichkeiten zu den anderen Schulformen und auch zu der dortigen Schülerschaft.

„Das wissen auch viele Eltern an einer KGS sehr zu schätzen, denn das erleichtert die individuelle Förderung der Kinder – mit Erfolg, was Leistungsvergleiche wie ‚PISA‘ zeigen. Trotz besserer Ausstattung und Ganztagsbetreuung schneiden IGS in der Regel schlechter ab“, so die Stadtverordnete. Wie Fischer weiß, laufen die bestehenden Kooperativen Gesamtschulen in Frankfurt am Main – die Otto-Hahn-Schule und die Schule am Ried – gut während die zehn IGS heute schon und auch im Planungszeitraum bis 2021 in vielen Fällen keine volle Zügigkeit erreichen. „Die IGS haben laut SEP-Prognosezahlen im laufenden Schuljahr 2016/2017 eine Auslastungsquote von 80 Prozent gegenüber 99,3 Prozent bei den beiden KGS. Diese Zahlen sprechen für sich“, so Fischer.
 
Fischer begrüßte die Ankündigung der Bildungsdezernentin, im Interesse der Eltern und der Kinder alles daran zu setzen, dass die Schule 2017 an diesem Schulstandort in der Goldsteinstraße eröffnen kann. „Ich bin zuversichtlich, dass es Frau Stadträtin Weber gelingen wird, bei Kultusminister Prof. Lorz rasch eine Zusage für die Eröffnung der KGS zu erhalten“, so Fischer abschließend.

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