Matthias Zimmer MdB und Bettina M. Wiesmann MdB: „Öffnung der Ehe nicht fahrlässig mit anderen familienpolitischen Fragen vermengen!“

Bettina M. Wiesmann MdB
Bettina M. Wiesmann MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 19. Januar 2018.  Am morgigen Samstag veranstaltet das Aktionsbündnis „Demo für alle“ in Frankfurt ein Symposium, das sich kritisch mit den Beschlüssen von Bundestag (30.6.2017) und Bundesrat (7.7.2017) auseinandersetzt, durch die die Definition der Ehe im Bürgerlichen Gesetzbuch als „von zwei Personen aus verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit“ geschlossene Verbindung neu formuliert wurde.

Weitere Themen des Symposiums sind u.a. Leihmutterschaft und Polygamie als Perspektive.

 
Dazu erklären die Frankfurter Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Matthias Zimmer und Bettina M. Wiesmann:
 
„Wir sind für die Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare eingetreten und zwar mit guten Gründen: Als auf Dauer angelegte und mit wechselseitigen Verpflichtungen verknüpfte Verbindung von zwei Erwachsenen ist die Ehe der Eckstein unseres Sozialgefüges und ein Garant für Zusammenhalt und Sicherheit in unserer Gesellschaft. Dauerhaft und verbindlich leben verheiratete gleichgeschlechtliche Paare genauso miteinander wie Paare verschiedenen Geschlechts.

Wir halten es selbstverständlich für wichtig, uns mit weitergehenden ethischen und moralischen Fragen um Ehe und Familie auseinanderzusetzen, wie es das Symposium beabsichtigt. Leihmutterschaft lehnen wir aus Überzeugung ab; sie ist nicht mit dem Kindeswohl und auch nicht mit dem Wohl beteiligter Leihmütter vereinbar, die allzu oft Mietmütter sind. Polygamie ist für uns aus christlich-abendländischer Überzeugung ebenso wenig akzeptabel.
 
Wir empfinden es jedoch als nicht in Ordnung, wenn Themen wie Leihmutterschaft oder Polygamie im Programm einer Veranstaltung suggestiv in einen quasi-kausalen Zusammenhang mit dem Eherecht homosexueller Partner gestellt werden. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Leihmutterschaft geht nicht aus dem neuen Begriff der Ehe hervor, ebenso wenig wie die Vielehe. Diese Fragen wiederum stellen sich keinesfalls nur bezogen auf Menschen gleichen Geschlechts. Doch das Tagungsprogramm suggeriert genau dies. Diese Vorgehensweise ist unwissenschaftlich und politisch fragwürdig. Wir bedauern, dass die Veranstalter für die Erörterung wichtiger Fragen diesen Weg gewählt haben.“

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