FA Wirtschaft: Besuch bei der Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbänden

(v.l.:) Christoph Fay, Vorsitzender des FA Wirtschaft, mit  VhU-Gechäftsführer Dr. Clemens Christmann
(v.l.:) Christoph Fay, Vorsitzender des FA Wirtschaft, mit VhU-Gechäftsführer Dr. Clemens Christmann
Frankfurt am Main, 08. März 2018 - Der Fachausschuss Wirtschaft hat am 06.03.2018 die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände besucht.

In einem engagierten Vortrag hat der stellvertretender Vorsitzender des Bau- und Immobilienausschusses der VHU, Herr Dr. Thomas Reimann, die Anliegen der Unternehmer, insbesondere auch im Hinblick auf Bauen, Immobilien und Wohnen vorgetragen und mit dem Fachausschuss diskutiert. Dr. Thomas Reimann schilderte die Probleme der Bauwirtschaft insbesondere auch beim Wohnungsbau. Es bestünde ein Fachkräftemangel bei Planern und Ingenieuren. Hier müsse Politik, Verwaltung und Wirtschaft vernünftige Lösungen unter Mitwirkung aller Beteiligter finden. Wenn die Behörden vernünftig planen und alle Mitnehmen, können auch größere Bauvorhaben in kürzerer Zeit umgesetzt werden. Es gäbe noch viel zu viele investitionshemmende Gesetze im Baubereich, führte Dr. Thomas Reimann weiter aus. Auch gäbe es einen Sanierungsstau in den Städten und auf dem Land, weil zu hohe Sanierungsauflagen die Sanierungskosten in die Höhe trieben.


Für die VhU forderte Dr. Thomas Reimann:
-Ausweisung zusätzlichen Baulandes
-Nachverdichtung im Innenstadtbereich
-Rechtliche Verfahren zur Ausweisung von Bauland vereinfachen
-Mehr junge Menschen sollen Wohneigentum erwerben, um Altersarmut zu vermeiden
-Eine Landesbürgschaftsprogramm kann auch bei geringeren Einkünften eine solche Investition unterstützen
-Wohngenossenschaftliches Bauen für preiswertes Wohnen soll gefördert werden

Im Anschluss an den bauwirtschaftlichen Teil referierte Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer der VhU, über die Basis erfolgreichen Wirtschaftens, nämlich über solide Finanzen. Er forderte für die VhU verbindliche Schuldentilgungspläne, höhere Rücklagen für Pensionsverpflichtungen und die Schaffung von Intergenerationsgerechtigkeit.
Aufgrund der vielen Informationen ergab sich eine angeregte Diskussion, in der es auch um die Konkurrenz von innerstädtischen Flächen Wohnen versus Industrieflächen ging. Man solle den Osthafen gegen Wohnungsbauinteressen verteidigen- war eine Forderung-, da dort die Baumaterialen für den Wohnungsbau gelöscht würden. Man solle die Servicequalität der Behörden für die Wirtschaft erhöhen. Die Ausländerbehörde müsse für ausländische Fachkräfte serviceorientierter und effizienter arbeiten. Und schließlich wurde die Forderung erhoben, den ÖPNV leistungsfähiger zu organisieren, damit die Verkehrsinfrastruktur nicht weiterhin an ihre Leistungsgrenze komme.

Der Fachausschussvorsitzende, Christoph Fay, bedankte sich am Ende der Veranstaltung für die vielen guten Ideen und Anregungen, die sicherlich in die jetzt zu beschließenden Parteiprogramme einfließen werden. Er bedankte sich für die Möglichkeit zum Austausch mit dem Arbeitgeberverband. Er verband diesen Dank mit der Ankündigung den Dialog mit der VhU und der Frankfurter CDU fortzusetzen.

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