Dürbeck: Oper und Schauspiel brauchen Planungssicherheit!

CDU-Fraktion begrüßt Einigung in der Koalition über nächste Schritte bei der Sanierung der Städtischen Bühnen

Dr. Thomas Dürbeck, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Römerfraktion
Dr. Thomas Dürbeck, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Römerfraktion
Frankfurt am Main, 21. März 2018 - Die CDU-Fraktion im Römer hat den von allen Koalitionspartnern jetzt beschlossenen Antrag „Sanierung oder Neubau der Städtischen Bühnen“ als „wichtigen und überfälligen Schritt“ zu einer Entscheidung über die Zukunft der Theaterdoppelanlage am Willy-Brandt-Platz bezeichnet.

„Wir wollen prüfen lassen, ob nicht doch eine Sanierung im Bestand und unter Wahrung des Bestandsschutzes mit den bisher schon gültigen baurechtlichen und technischen Auflagen möglich ist. Wir zielen damit auf eine deutlich kostengünstigere Instandsetzung der Doppelanlage ohne große Einschränkungen für den Spielbetrieb. Denn das wäre auch für die Künstler und den Erfolg unserer Bühnen, die ja ganz besondere Publikumsmagnete sind, von grundsätzlicher Bedeutung. Interimsspielstätten, so gut sie auch sein mögen, führen unweigerlich zu einem Popularitätseinbruch. Die Bühnen mit allen Künstlern und ihren Mitarbeitern sind verunsichert, und es ist unsere Aufgabe als gewählte Stadtverordnete, jetzt für Planungssicherheit zu sorgen“, erklärte der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Stadtverordneter Dr. Thomas Dürbeck.

Für Dürbeck sind die aus der Machbarkeitsstudie resultierenden Kosten von bis zu 900 Mio. Euro für eine Sanierung der Bühnen nicht akzeptabel. „Dieses Kostenvolumen können wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht vermitteln. Wir brauchen dringend einen Plan B“, so der Kulturpolitiker. „Die Machbarkeitsstudie ist hinsichtlich einer Prioritätsliste, welche Maßnahmen im Bereich Gebäudesicherheit, Haustechnik und Energieverbrauch tatsächlich dringend sind, unvollständig. Wenn allerdings die von uns jetzt beauftragte Prüfung ergibt, dass die Sanierung nur nach aktuellem Baurecht geht, dann haben wir dies wenigstens noch einmal solide geprüft und schwarz auf weiß. Dann aber müssen wir schnell zu einer Entscheidung kommen über die Zukunft der Städtischen Bühnen an diesem Standort oder woanders. Viel Zeit für einen endlosen Diskurs haben wir dann nicht mehr“, so Dürbeck.

Der CDU-Stadtverordnete bedauerte, dass es so lange gedauert hat, den Antrag in der Koalition zu verabschieden. „Wir haben vor über einem halben Jahr bereits den ersten Entwurf vorgelegt. Bei einem so wichtigen Thema können wir nicht endlos zuwarten. Aber es ist gut, dass der Antrag heute so in den Geschäftsgang geht. Denn wir Frankfurter können stolz sein auf Oper und Schauspiel. Was diese gemeinsame Spielstätte seit fast 60 Jahren leistet, ist Kultur auf höchstem Niveau. Beide Bühnen sind in Spielplan, Qualität und Auslastung Spitze. Die künstlerische Arbeit der beiden Häuser braucht dazu aber auch vernünftige Rahmenbedingungen. Es muss das oberste Ziel der Kommunalpolitik sein, das gute Renommee, den Weltruf von Oper und Schauspiel und damit die Publikumsgunst zu erhalten. Dazu soll dieser Antrag einen Beitrag leisten“, so Dürbeck abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben