Bartelt: Menschen vor Ort helfen und Fluchtursachen bekämpfen

Bis 2021 erhält neues LOEWE-Zentrum DRUID in Hessen 19 Millionen Euro

Dr. Ralf-Norbert Bartelt MdL
Dr. Ralf-Norbert Bartelt MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 05. Dezember 2018 - Mehr als eine Milliarde Menschen in rund 150 Ländern der Welt leiden unter vernachlässigten Tropenkrankheiten – „Neglected Tropical Diseases (NTDs)“ – die sich unter den Bedingungen von Armut und Elend rasch verbreiten.

Das neue LOEWE-Zentrum „Novel Drug Targets against Poverty-Related and neglected Tropical Infectious Diseases (DRUID)“ widmet sich der Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien in diesem Bereich. Der zuständige Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, erklärte in der Debatte:

„Im neuen LOEWE-Zentrum DRUID arbeiten über 40 Wissenschaftler in mehr als 30 interdisziplinären Arbeitsgruppen daran, dringende Fragen zur Entwicklung neuer Wirkstoffe und Therapien gegen vernachlässigte tropische Infektionskrankheiten zu erforschen und zu beantworten. Gleichzeitig wird der Stand der Forschung in der Bundesrepublik Deutschland vertieft und ausgebaut. Daher begrüßen wir, dass über das Forschungsförderprogramm des Landes bis 2021 eine Gesamtfördersumme von 19 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wird. Auch dies trägt zur Stabilität sozialer und politischer Strukturen in den betroffen Regionen bei und bekämpft auf diese Weise Fluchtursachen.

NTDs betreffen weltweit über eine Milliarde Menschen, die zu den ärmsten der Welt gehören. Sie sind vor allem da anzutreffen, wo es keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, ausreichender Nahrung oder notwendiger Gesundheitsversorgung gibt. Diese Gruppe von etwa 20 Krankheiten, die durch den Befall mit Viren, Bakterien oder Parasiten hervorgerufen werden, muss entschiedener erforscht und bekämpft werden, um sie zumindest unter Kontrolle zu bringen. Die Ausbreitung dieser Infektionskrankheiten einzudämmen, ist richtigerweise auch eines der globalen Entwicklungsziele der Staatengemeinschaft. Deutschland ist dabei der viertgrößte Geldgeber des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria seit seiner Gründung 2002.

In dem Forschungszentrum DRUID arbeiten Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Philipps-Universität Marburg, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M., der Technischen Hochschule Mittelhessen und des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen gemeinsam an den verschiedenen Fragestellungen dieses Gebietes. Diese Zusammenarbeit ist ein weiteres Beispiel dafür, dass internationale Spitzenforschung ein funktionierendes Netzwerk voraussetzt. Die Entstehung solcher Netzwerke zu fördern, ist eines der Ziele von LOEWE.

LOEWE steht dabei gemeinsam mit dem Hochschulbauprogramm HEUREKA mit drei Milliarden Euro bis 2021 sowie einer weitere Milliarde bis 2026 sowie dem Hessischen Hochschulpakt zwischen Landesregierung und Hochschulen mit einer Rekordausstattung von neun Milliarden Euro 2016 bis 2020 für eine beispielhafte Modernisierungs- und Investitionsoffensive des Hochschul- und Forschungsstandortes Hessen. Gerade in Zeiten mit großen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen müssen wir auf Forschung und Innovation setzen, um das Chancenland Hessen innovationsfähig zu erhalten und zukunftsfest zu machen. Das seit 2008 bestehende LOEWE-Programm wird daher weiterhin zentraler Bestandteil der hessischen Forschungspolitik sein.“

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