Christian Becker, Ortsvorsteher im OBR 5, Vorsitzender der CDU Oberrad
Christian Becker, Ortsvorsteher im OBR 5, Vorsitzender der CDU Oberrad
Frankfurt am Main, 04. Februar 2019 - „Baumrückschnitt und Gehölzpflegearbeiten entlang der hessischen Autobahnen, wie hier entlang der A661, fallen in den Zuständigkeitsbereich von Hessen Mobil.

Allerdings wäre es der Sache dienlich, wenn diese Arbeiten strukturiert und in einem sinnvollen Rahmen durchgeführt werden würden“, so der Vorsitzende der CDU Oberrad, Stadtverordnete und Ortsvorsteher Christian Becker. „Wenn man sich anschaut, welchen Kahlschlag die Baumfällarbeiten entlang der A661 unterhalb der Straße „Im Teller“ hinterlassen haben, ist von einem Vorgehen mit größter Rücksicht, da man um die Sensibilität des Themas weiß, nichts zu erkennen!“

 
Am vergangenen Wochenende zeigten sich Anwohnerinnen und Anwohner über die großflächige Rodungsaktion, die am Samstagvormittag begonnen hatte, verzweifelt bis erbost. Die Belastung durch den Verkehrslärm der nahegelegenen Autobahn ist in diesem Teil Oberrads erheblich und die Bäume hatten mit ihrem Laubbestand über einen großen Teil des Jahres als natürlicher Lärmschutz fungiert.
 
„Natürlich müssen Gehölzpflegearbeiten regelmäßig durchgeführt werden und es ist notwendig, dass in Waldstücken Schneisen und Rückwege vorhanden sind, um beim starkem Wind eine gewisse Durchlässigkeit zu bieten“, erklärt die Pressesprecherin der CDU Oberrad, Susanne Reichert. „In dem Bereich, in dem der Förster für die Gehölzpflege zuständig ist, erfolgen diese Arbeiten jedoch unter Berücksichtigung der Schallschutzfunktion, die diese Bäume für die Anwohnerinnen und Anwohner haben. Ein entsprechendes Vorgehen seitens Hessen Mobil wäre ebenso wünschenswert gewesen.“
 
Entlang der A661 werden jetzt jedoch genau diese Bäume großflächig gefällt, an der Auffahrt Taunusring sind nahezu alle Bäume entsprechend markiert. Bereits 2013 fand eine ähnlich gravierende Rodungsaktion entlang der A661 zwischen Offenbach-Kaiserlei und Offenbach Taunusring statt, die dazu dienen sollte, das Lichtraumprofil des parallel zur A661 verlaufenden Wirtschaftsweges wiederherzustellen. Auch die damalige Aktion schoss weit über das Ziel hinaus und führte dazu, dass der Ortsbeirat eine Anregung an den Magistrat verabschiedete, in dem darum gebeten wurde, sich mit Hessen Mobil in Verbindung zu setzen und zumindest auf eine Nachpflanzung der gefällten Bäume hinzuwirken.
 
In der Stellungnahme des Magistrats heißt es, dass „Hessen Mobil vor dem Hintergrund der Geschehnisse zukünftig deutlicher als bisher auf die Notwendigkeit einer engen Abstimmung mit den städtischen Fachämtern hinsichtlich Art und Umfang bei Grünpflegearbeiten hingewiesen wird“. Mündlich zugesagte Nachpflanzungen seitens Hessen Mobil fanden bis heute noch nicht statt; dafür werden jetzt wieder munter Bäume gefällt.
 
Bereits damals hatte Christian Becker darauf hingewiesen, dass man die Bürgerinnen und Bürger wohl kaum damit vertrösten könne, dass der Pflanzenwuchs in diesem Bereich nach ca. zwei Jahren wieder eine ansehnliche Höhe erreichen und sich damit auch der erwünschte Lärmschutz wieder einstellen würde. „Oberrad ist ohnehin genügend von Lärm betroffen. Der ganze Stadtteil leidet unter dem Fluglärm und die Anwohnerinnen und Anwohner der Straße „Im Teller“ sind zusätzlich auch noch dem Verkehrslärm der Autobahn ausgesetzt. Wenn es dem Förster möglich ist, im Sinne des Erhalts der Lärmschutzfunkton und zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu agieren, dann sollte das auch für Hessen Mobil möglich sein. Diese Art des Vorgehens ist nicht im Interesse der Oberräder und steht völlig konträr zu der Fürsorge- und Sorgfaltspflicht, die Hessen Mobil gegenüber den Anwohnerinnen und Anwohnern im Bereich der A661 hat“, so Christian Becker abschließend. Der Ortsbeirat wird sich diesem Thema nun erneut annehmen.

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