Nagel/Daum: Gute Leistung – Verbesserungen möglich!

CDU fordert intensivere Fahrerschulung und mehr Vor-Ort-Infos für Fahrgäste

Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr der Frankfurter CDU
Frank Nagel, Vorsitzender des FA Verkehr der Frankfurter CDU
Frankfurt am Main, 20. August 2019 - Der Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Martin Daum, und der Vorsitzende des Fachausschusses Verkehr der Frankfurter CDU, Frank Nagel, ziehen eine gemischte Bilanz des sechswöchigen Schienenersatzverkehrs,

der durch die Betriebsunterbrechung auf der Hauptstadtbahntrasse der Linien U1, U2, U3 und U8 sowie auf einem Abschnitt der U4 und der U7 zwischen Enkheim und Schäfflestraße während der schulischen Sommerferien nötig geworden war. „Nicht zufrieden sind wir mit der Beschilderung an den Bussen, die teilweise bis zum letzten Tag ungenügend war. Auch die Ortskenntnisse und Sprachkenntnisse der Busfahrer müssen zukünftig verbessert werden. Beim nächsten Schienenersatzverkehr muss daher dringend eine bessere Schulung und Einweisung der Busfahrer erfolgen. In den ersten Tagen sollte auch deutlich mehr ortskundiges Personal vor Ort sein, um den Fahrgästen an den Haltestellten Auskunft geben zu können“, so Daum und Nagel.

Die beiden CDU-Verkehrspolitiker weisen auch auf Uneindeutigkeiten hin: „Die Fahrgastinformation bei geänderten Linienwegen wegen Baustellen ist noch nicht wirklich überzeugend gelöst. An den Fahrzeugen wird zumeist die übliche Endhaltestelle als Ziel angezeigt, damit der Fahrgast ‚seine‘ gewohnte Linie und Fahrtrichtung wiedererkennt. Anders ist das aber in den Online-Medien, in denen das tatsächlich angefahrene Fahrtziel angezeigt wird. Wir finden, dass beide Lösungen ihre Vor- und Nachteile haben. Über eine stringente Lösung wäre noch zu diskutieren, damit das beim nächsten Mal richtig optimal läuft“.

Die zahlreichen durchgeführten Baumaßnahmen wie Erneuerung von Weichen und Rolltreppen sowie Betonsanierungen, verschiedene Kabel- und Wasserleitungsarbeiten in den Tunneln, die Erneuerung von Überfahrten und der Teilaustausch von Schwellen und Schotterung sind für Daum und Nagel wichtig für einen auch zukünftig leistungsstarken ÖPNV. „Auch wenn Einzelheiten, wie oben angeführt, nicht gut gelaufen sind, so ist das befürchtete große Chaos für die Fahrgäste ausgeblieben. Die insgesamt gute Organisation der Ersatzverkehre, der planmäßige Abschluss der Arbeiten und die Kommunikation der VGF im Vorfeld und auch während der Arbeiten sind besonders positiv hervorzuheben. So wurde die ungewohnte Führung der Ersatzverkehre über die Konstablerwache gut angenommen, weil die Fahrgäste gut informiert waren und auch zusätzlich Ansprechpartner vor Ort hatten“. Daum und Nagel heben auch die Doppelabfahrten der Gelenkbusse als gute Lösung hervor und stellen fest, dass alternative Verbindungen wie die Linien 16 und 64 intensiv genutzt wurden. „Auch die kostenlosen Leihfahrräder waren eine clevere Ergänzung des Angebotes“, so die beiden CDU-Verkehrsexperten abschließend.

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