CDU Höchst/Unterliederbach: Berufsschulcampus in Unterliederbach - Auf Verkehrsbelastung und Frischluftzufuhr achten

Notfalls anderen Standort suchen

Hans-Peter Burggraf, Vorsitzender der CDU Höchst-Unterliederbach
Hans-Peter Burggraf, Vorsitzender der CDU Höchst-Unterliederbach
Frankfurt am Main, 07. November 2019 - In ihrer letzten Vorstandssitzung hat die CDU Höchst/Unterliederbach über den geplanten Berufsschulcampus an der Hermann-Waibel-Allee diskutiert.

"Zunächst begrüßen wir, dass die dringend sanierungsbedürftige Paul-Ehrlich-Schule und die Ludwig-Erhard-Schule endlich einen Neubau erhalten sollen, damit den insgesamt rund 3.000 Berufsschülerinnen und -schülern wieder ein adäquates und zeitgemäßes Gebäude zur Verfügung steht“, sagten Hans-Peter Burggraf (Vorsitzender) und Hans Georg von Freyberg (stellvertretender Vorsitzender).

„Als großes Problem sehen wir aber die Bewältigung des hinzukommenden Verkehrs an. Der Berufsschulcampus kann über Liederbacher Straße/Hermann-Waibel-Allee und Heimchenweg oder über die Schmalkaldener Straße angebunden werden. Beim Heimchenweg handelt es sich aber um eine eher enge Straße, die keinen zusätzlichen Verkehr verträgt. Die Schmalkaldener Straße ist im Berufsverkehr ohnehin bereits stark belastet. Gerade bei Berufsschülern, die teils mit dem eigenen Auto zur Schule kommen, ist aber eine hohe Zunahme des Verkehres zu Schulbeginn und -ende und ein entsprechender Bedarf an Parkplätzen zu
erwarten.“

„Auch die Frischluftschneise aus dem Taunus, die für die Zufuhr von Kaltluft in die westlichen Stadtteile sorgt, darf gerade angesichts der heißen Sommer in den letzten Jahren nicht zuge-baut werden. Wir fordern daher die Einhaltung der Mindestbreite einer Schneise von 50 Metern, wie dies im landschaftsplanerisch-ökologischen Gutachten von 2005 festgelegt wurde, und eine Bebauung mit nicht zu hoher Geschosszahl, damit die Frischluftzufuhr weiterhin gewährleistet ist.“

„Was die Verkehrsplanung betrifft, so ist unverständlich, warum Oberbürgermeister Feldmann und Verkehrsdezernent Oesterling den Bau der Westumfahrung Unterliederbach von der A 66 zur Pfaffenwiese laut Magistratsbericht B 330 für nicht erforderlich halten.

Dabei wird neben dem Berufsschulcampus auch das Gebiet „Parkstadt II“ mit 1.000 neuen Wohneinheiten bebaut und es gibt sogar Überlegungen zu einem Gewerbegebiet an der Schmalkaldener Straße. Vor diesem Hintergrund wäre die Westumfahrung notwendiger denn je.“

„Diese schon im Vorhinein absehbaren Verkehrs- und Parkplatzprobleme müssen vor dem Bau des Berufsschulcampus dringend gelöst werden. Notfalls muss man einen anderen Standort für die Schulen suchen, denn den Bürgerinnen und Bürgern in Unterliederbach und im benachbarten Höchst und Zeilsheim ist eine weitere Zunahme des Verkehrs und auch des Parkdrucks nicht zuzumuten.“

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