Wiesmann/Nagel: Glück im Unglück: Die IAA geht nach München. Die neue Mobilitätsmesse kann weiterhin Plattform für Frankfurt und Hessen sein

Bettina M. Wiesmann MdB und Frank Nagel
Bettina M. Wiesmann MdB und Frank Nagel
Berlin/Frankfurt am Main, 03. März 2020 - Sinkende Besucherzahlen, Klimaproteste und durch den Frankfurter OB ausgelöste Irritationen hatten beim VDA für den Wunsch gesorgt, Konzept und Standort der IAA zu ändern.

In die letzte Runde für den möglichen neuen Austragungsort kamen Hamburg, Berlin und München. Aus den drei Millionenstädten hat sich nun die bayerische Hauptstadt hervorgetan. Die IAA ist damit vier Auto-Stunden von Frankfurt entfernt.

Hierzu die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann: "Dass die IAA nicht mehr in Frankfurt stattfinden wird, bleibt schmerzlich. Dennoch freut es mich, dass die räumliche Distanz nicht zu groß geworden ist. Zudem stehen sich Hessen und Bayern auch politisch nahe. Angesichts der in München ansässigen Autoindustrie dürfen wir dort auf eine innovative Mobilitäts-Messe hoffen. Natürlich wäre es nun sinnvoll, sich für die verschiedenen Verkehrsverbindungen zwischen Frankfurt und München Konzepte zu überlegen, die die Partnerschaft zwischen den beiden Mobilitäts-Standorten und den Bundesländern unterstreichen."

Wiesmann, die auch Mitglied in der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU ist, hatte nach einem Konflikt zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt und dem Verband der Automobilindustrie Kritik am Stadtoberhaupt geübt und seinen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender der Frankfurt Messe GmbH gefordert. Frank Nagel, Vorsitzender des Fachausschusses Verkehr der CDU Frankfurt, hatte sich dieser Kritik angeschlossen.

„Dass München den Zuschlag bekommen hat, ist für die bayerische Landeshauptstadt ein Erfolg. Aber auch Frankfurt/RheinMain hat verkehrstechnisch weiterhin viel zu bieten. In Frankfurt sollten wir nun, die Hypermotion, die Messe für Mobilität und Logistik, zu einer multimodalen Innovationsplattform und damit zur Leitmesse für Mobilität und Logistik weiterentwickeln“, erklärt Nagel, der zudem Vizepräsident der IHK Frankfurt am Main ist.

„Es ist Glück im Unglück“, fassen Wiesmann und Nagel zusammen: „Mit der IAA in München eröffnen sich immerhin neue Möglichkeiten, unseren zukunftsweisenden Standort im Sinne der Mobilität und Logistik für alle Verkehrsträger weiterzuentwickeln und für diese Themen ein überregionales Kompetenznetzwerk zu schaffen.“

Inhaltsverzeichnis
Nach oben