Daum: Ein Anreiz, vom Pkw auf den ÖPNV umzusteigen!

CDU-Fraktion will Stadtteiltest des RMV-Projekts „On-Demand-Mobilität“

Martin Daum, CDU-Stadtverordneter
Martin Daum, CDU-Stadtverordneter
Frankfurt am Main, 12. Mai 2020 - Damit der Anreiz, vom Pkw auf den öffentlichen Personennahverkehr umzusteigen, erhöht wird, will die CDU-Fraktion ein neues Angebot mit sogenannten On-Demand-Bussen in den Frankfurter Stadtteilen testen lassen.

„Damit könnte, insbesondere auch abends oder nachts, das ÖPNV-Angebot bedeutend verbessert sowie die Fahrgastnachfrage und ÖPNV-Nutzung gesteigert werden“, sagt der verkehrspolitische Sprecher Martin Daum.

On-Demand-Busse sind Bedarfsbusse auf Abruf durch die Fahrgäste. „Feste Busfahrpläne und Routen sind wichtig. Wir wollen aber, dass Fahrgäste in geeigneten Stadtteilen mit Randlage nicht nur zu Haltestelle, sondern auch von Tür zu Tür fahren können. Ein so bedarfsgerecht gesteuerter Busverkehr bringt Vorteile für die ÖPNV-Kunden, aber auch für die Betreiber der Linien, die bei niedriger Busauslastung Energiekosten vermeiden können“, erläutert der Stadtverordnete.

Die CDU-Fraktion hat deshalb über einen Antrag der Koalition erreicht, dass der Magistrat nun prüft, ob und wie im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium geförderten RMV-Projekts „On-Demand-Mobilität für die Region FrankfurtRheinMain“ solche Busangebote in den Stadtteilen getestet werden können. „In Stadtteilen in Randlage mit geringer Einwohnerzahl und niedrigen Fahrgastzahlen ist die ÖPNV-Verbindung meist ausgedünnter als etwa in der Innenstadt. Dies hat häufig zur Folge, dass Personen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und notwendige Wege zum Einkaufen oder für Besuche nicht zurücklegen können oder auf das Auto angewiesen sind. Zugleich fahren oft leere Busse durch die Abendstunden”, erläutert Daum.

Eine Möglichkeit, den ÖPNV in diesen Fällen kostengünstiger, aber dennoch anforderungsgerecht zu organisieren, bestehe im Einsatz von On-Demand- oder Bedarfsbussen. „Diese fahren nur dann, wenn Fahrgäste einen Fahrtwunsch zum Beispiel über Smartphone und eine App anmelden. Die Fahrtroute wird auf Basis der aktuellen Nachfrage durch digitale Steuerung optimiert, so dass Fahrgäste mit ähnlichem Zielpunkt zusammengeführt werden“, so der Stadtverordnete. Fahrgäste würden damit nicht nur von Haltestelle zu Haltestelle, sondern auch von Tür zu Tür gebracht. „Das wäre ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“.

„Die Akzeptanz, Praktikabilität und der Aufwand für solche Bedarfsbusse sollten auch in Frankfurt getestet werden, geeignete Stadtteile wären etwa Zeilsheim, Harheim und Nieder-Erlenbach“, findet Daum.

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